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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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Muß man aber bei manchen Bewäſſerungsanſtalten gleich ne ben den Bewäſſerungsgräben beſondere Entwäſſerungsgräben an bringen, ſo iſt meiſtens das Waſſer, welches in die ſeparaten Ent wäſſerungsgräben eintritt, für die weitere Bewäſſerung verloren. Indeſſen gebe ich reht gern zu, das hiufige Ausnahmen hierbei

vorkommen und es oft Fälle gibt, wo man das Entwäſſerungswaſ⸗

ſer auch wieder an einem andern Orte zur Bewäſſerung benutzen kann. Meine Behauptung gilt nur für diejenigen Localitäten, welche der hier beſchriebenen Bewäſſerungsart das Wort reden, und de ren gibt es wohl ſehr viele. Daß vermittelſt keiner andern Bewäſſe rungsart eine ſo große Menge Entwäſſerungsgräben mit Vortheil geſchaffen werden können, wie bei der jetzt beſchriebenen, das liegt wohl klar am Tage, da hierbei eigentlich jeder Graben zur Ent wäſſerung und Bewäſſerung zugleich dienen kann. Eine Haupt regel bleibt es bei jeder ſyſtematiſchen und Kunſtbewäſſerung, es an Entwäſſerungsgrippen, Gräben u. ſ. w. nicht fehlen zu laſſen weil ſonſt die Wieſe bald verſäuern und nur den ſchlechten Gräſern ein Gedeihen verſchafft wird. Dieſe letzte Regel darf man erfah rungsmäßig als unbedingt wahr annehmen, und auch aus dem vor her Angeführten geht zur Genüge hervor, daß beſonders die verti kal ausgehenden Zuleitungsgrippen, wenn dieſelben nicht durch ein geſetzte Staue angeſpannt oder geſperrt ſind, das Meiſte zur Ent wäſſerung und Trockenlegung einer Wieſe beitragen können; deß halb ſind dieſelben auch ein weſentliches Erforderniß dieſer Bewäſ ſerungsart und die horizontalen Grippen ſpielen in dieſer Beziehung eine untergeordnetere Rolle, da deren Hauptzweck nur auf gleich mäßige Vertheilung des Bewäſſerungswaſſers hinausgeht. Haupt ſächlich muß ich noch bemerken, daß die Wieſen oder einzelne Theile derſelben, welche in der beſchriebenen Art gebaut werden ſollen, keine zu große Breite haben dürfen; iſt dieſes aber der Fall, ſo muß man dieſelben in mehrere Pläne theilen und für jeden derſelben be ſondere Waſſerleitungsgräben anfertigen, damit nicht zu viele hori⸗ zontale Grippen entſtehen, denen das friſche Waſſer entgeht. Auch empfehle ich, die vertikalen Zuleitungsgrippen nicht mit einem zu ſtarken Gefälle anzulegen, da man ſonſt die Wieſe während der Be wäſſerung nicht vor dem Zerreißen und Unterwühlen zu ſchützen im Stande iſt, was beſonders bei lockerem und ſandigem, mithin zer fließendem Boden ſehr gern zu geſchehen pflegt. Iſt letzteres wirk