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Mängel und Gebrechen aufmerkſam zu machen, die ihn ſelbſt bei der Ausführung betrafen und deren Bekanntmachung al— lenfallſige Nachahmer vor Fehlern warnen ſoll, die, einmal geſchehen, ohne Opfer nicht beſeitigt werden können.
Alles, was dieſes Werkchen enthält, beruht auf einer vier— jährigen praktiſchen Beobachtung und auf eigener Erfahrung. Auch die Theorie durfte nicht unberückſichtigt bleiben, weil Theorie mit Praxis vereint bei jedem Unternehmen die be⸗ ſten Wegweiſer ſind. Dieß leitete auch mich bei Löſung der mir gegebenen Aufgabe, und ich kann ſagen, meine Be— mühungen waren von dem glaͤnzendſten Erfolge gekrönt. Wer an dem zweifelt, was in dieſem Werkchen geſagt wird, kann ſich am beſten hier in Geiersberg belehren. Wenn er mit vorurtheilsfreiem Blicke beobachtet, wird er den Nutzen wahrnehmen, den dieſe große Cultur hier bereits und zwar in ſehr ausgedehntem Maßſtabe gewährt hat. Der beſte Beweis von dem hier Geſagten iſt, daß die hier beſprochene Teichwieſe im Jahre 1840, trotz dem jedem Oekonomen bekannten höchſt trockenen Wetter, dreimal ſo viel Heu und Grummet lieferte, als früher. Dieſes Reſultat iſt wohl die beſte Schutzrede für die hieſige Wieſenkultur und wird beſtimmt Viele zue Nachahmung aufmuntern.
Geiersberg, im April 1841.
Der Verfaſſer.


