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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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VII

Unternehmer eine reichliche Bodenrente gewinnen werden. Der Zweck des hieſigen Kunſtwieſenbaues geht nicht nur dahin, die Wieſen ſtets im feuchten Zuſtande zu erhalten, ſondern auch ſie durch Zuführung düngender Bodenbeſtandtheile in der Art zu verbeſſern, daß durch die ſich allmählich bildende Dammerde⸗Schichte die Graswurzeln erhöhte Nahrung erhal ten, und ſo das erreicht wird, was durch eine andere Dün gungsmethode kaum erreicht werden dürfte.

Es iſt indeſſen mit der künſtlichen Zuführung des Waſſers allein nicht abgethan, ſondern es bleibt auch ein Hauptge genſtand, durch genau abgemeſſene Entwäſſerungsgräben und Grippen das Waſſer auf das Schleunigſte von der Wieſe wieder entfernen und ſie nach Gefallen trocken legen zu können.

Welcher gebildete Oekonom würde wohl eine andere Meliorirung ſeiner Wieſen vornehmen, wenn die ſpäter ange führten Mittel ihm zu Gebote ſtehen?

In Erwägung deſſen beſchloß mein Herr Graf die Ausführung des wahrlich koloßalen Baues, und ſandte mich nach Camenz in Schleſien und Janowitz in der Oberlauſitz, damit ich die dort ſo ſehr vervollkommnete Wieſenkultur ken nen lerne.

Durch die dort geſammelten Erfahrungen ward es mir möglich, eine Arbeit auszuführen, deren günſtiger Erfolg den Herrn Grafen beſtimmte, auch anderwärts dieſe Wieſen-Me liorirungen fortzuſetzen.

Obgleich ſeit 1837 ſchon 165 Metzen Wieſen auf dieſe Art verbeſſert wurden, wird im vorliegenden Werkchen bloß der künſtliche Bau des 50 Metzen Area enthaltenden, beim Luka witzer Hofe liegenden Teiches beſprochen.

Weit entfernt, vorliegendes Werkchen fehlerfrei zu halten, glaubt der Verfaſſer das gebildete ökonomiſche Publikum auf