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5) dass weder Anbrennen noch Ueberschiessen der Mai- sche zu besorgen ist; 6) dass man die ganze Ausbeute als Spiritus oder Branntwein, ohne allen Nachlauf, errhält; 7) dass ein nicht gar zu bornirter Brenner die Behandlung des Apparats in zwei Tagen erlernt.| Pleidt, bei Coblenz, den 2. Dezember 1830.
Joh. Ant. Nolden.
IV. Ihrem‘VWVunsche gemäss theile ich Ihnen, nach einem sechs monatlichen Betriebe meiner Brennerei mit Ihrem Apparate, mein Urtheil über denselben unverholen mit. Wie Ihnen bekannt ist, habe ich vor Kurzem den Dephlegmator und die Destillir-Tonnen schon erneuern lassen müssen*). Ich sage dieses nicht, um Ih- ren Apparat zu tadeln, sondern vielmehr, um davon Anlass zu nehmen, die Versicherung auszusprechen, dass ich den Gebrauch desselben sogar dann nicht aufgeben würde, wenn jene Gefässe auch künftig alle sechs Monate durch neue ersetzt werden müss- ten; weshalb ich auch bereits zwei Reserve-Tonnen habe ferti- gen lassen, welche, sodald die jetzt im Gebrauch befindlichen schadhaft werden sollten, leicht in ein paar Stunden Zeit an de- ren Stelle gesetzt seyn können. Ich habe jedoch Ursach zu glau- ben, dass die geringe Dauer der ersten Tonnen theils der bau- chigen Form derselben, theils dem Umstande, dass das dazu verwendete Holz nicht vollkommen trocken war, zuzuschreiben ist, und zweifle nicht, dass die neuen, ständerförmigen Gefässe, wenigstens ein Jahr aushalten werden. Der Unfall mit den Destillir-Tonnen, hat mir übrigens Gelegenheit gegeben, mich noch mehr, als ich es schon war, von den Vorzügen Ihres Apparats, rücksichtlich der Güte des Destillats, der Mehrausbeute, der Steuer-Ersparniss durch diekere Einmaischung und der Brenn- material-Ersparniss zu überzeugen. Ich hatte nämlich kurz vor- her angefangen bloss Frucht zu brennen, und aus 750 Pfd. Rog-
*) Wir wollen aus dem schnellen Schadhaft werden dieser bau- chigt gestaltet gewesenen und diher in der Mitte kaum 2° starken, Destillir-Tonnen um so weniger ein Geheimniss machen, als sich aus dem weiter folgenden Atteste des Hrn. Oberamtmann Weyhe ergiebt, dass ständerförmige Blasen /4 Jahre aushalten können.
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