Druckschrift 
Der Gall'sche oder rheinländische Dampf-Brennapparat in seiner höchsten Vereinfachung : nebst gelegentl. Beleuchtungen einiger ander Dampf-Brennapparate / Ludwig Gall
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36

hinan, um, während. die Maische vollends in© abläuft, den Rührer 25 in Bewegung zu setzen, Ist die Maische abge- laufen, so lässt man, durch Oeffnung des Hahnen.o, ein paar Quart Wasser sich auf den Dephlegmator ergiessen, um denselben abzuspülen und abzukühlen; worauf dann der Füllhahn« und der Lufthahn 28 geschlossen werden, und die Flüssigkeit, welche sich im Dephlegmator angesammelt hat, durch Oeffnung des Hahnen 18 in den Separator F ab- gelassen wird, Die Maische in© ist inzwischen wieder ins Kochen gekommen, und nach 10 Minuten geht das Destillat wieder über. Dasselbe Verfahren, wie bei dem Abirieb der ersten Blase, wiederholt sich nun bei jedem Folgenden.

Nur wenn Spiritus von 90 Prozent gezogen werden soll, ist es nöthig, durch die Röhre k Wasser auf das Bek- ken G zu lassen, In diesem Falle erhält der Wasser- Vor- wärmer B, und aus diesem der Dampfkessel, das nöthige Wasser von dem Becken, Wenn aber nur Spiritus von 80 Prozent verlangt wird, muss der Vorwärmer durch die Röhre c unmittelbar aus dem Kühlfass mit Wasser versehen werden, In beiden Fällen richtet man, sobald die Dämpfe in die erste Blase übergehen, den Speisehahn z so, dass durch den Wasserzufluss aus dem Vorwärmer die Weasser- höhe im Dampfkessel unverändert erhalten, also das verdam- pfende Wasser ununterbrochen wieder ersetzt wird.

Es bleibt nun noch die Bestimmung einiger einzelnen Theile anzugeben übrig. q ist ein Dampf- und r ein Luft-Ventil; s ist eine Sicherheitsröhre, welche jene beiden Ventile unnöthig macht und sie nicht allein ersetzt, sondern ihnen bei weitem vorzuziehen ist. Entsteht, aus irgend einem Grunde, eine zu grosse Spannung der Dämpfe im Kessel, so treiben dieselben, im schlimmsten Falle, das Wasser durch die Sicherheitsröhre so lange hinaus, bis die untere Mündung derselben nicht mehr vom Wasser gesperrt ist und der Dampf selbst durch die Röhre entweichen kann, Das emporgetriebene Wasser ergiesst sich dann durch den Trichter e in den Vorwärmer, aus welchem es, durch die, bis auf den Boden in eine Rinne hinabgehende Ueberlauf- röhre 32 abfliesst, Ist aber der Brenner in der Nähe: so darf er, durch das Geräusch des überströmenden Wassers aufmerksam gemacht, nur den Schieber schliessen, um das