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Da nun in Mecklenburg— einem Lande, wo die Acker⸗ Cultur bekanntlich auf einer hohen Stufe ſteht, und der groͤßte Theil einer Bevoͤlkerung von ungeſaͤhr einer halben Million Menſchen darin ſein Hauptbeſtehn findet— der Haken auf 968 ritterſchaftlichen⸗, 730 Domanial⸗, 53 Kloſter- und 25 Stadt⸗Caͤmmerei⸗Guͤtern, ſo wie auf mehr als 1000 Laſten Ausſaat von den Einwohnern der Staͤdte ſelbſt beackerten Landes mit wenigen Ausnahmen faſt aus— ſchließlich im Gebrauch iſt, und, ungeachtet der hinlaͤnglichen Bekanntſchaft mit den neuen verbeſſerten Ackerwerkzeugen, auch fortwaͤhrend bleibt, wie die in der dritten Abtheilung angefuͤhrten mecklenburgiſchen Gutachten unwiderſprechlich nachweiſen; ſo mag man wohl mit Recht behaupten, daß der Werth und die auf ſolche Erfahrungen begruͤndeten Vor⸗ zuͤge dieſes fraglichen Ackerinſtruments entſchieden ſind.
Nach dieſer Lage des zu eroͤrternden Gegenſtandes und auf den Grund ſo unwiderſprechlicher Thatſachen darf alſo ich,— als geborner Mecklenburger— deſſen Familie ihre Erhebung in den Reichs-Adelſtand dem Beſitz großer Land⸗ guͤter und deren eigener vortheilhafter Bewirthſchaftung— nach Ausweiſe des Kaiſerlichen Diploms— vorzuͤglich zu verdanken hat, der ich auch ſelbſt den Haken fruͤher wie die Feder gefuͤhrt, und mich ſowohl dabei befunden habe, daß das Horaziſche:
„Beatus ille, qui procul negotiis „Ut prisca gens mortalium, „Paterna rura bobus exercet suis,
„Solutus omni foenore!!!
fuͤglich auf mich angewandt werden konnte— es wohl wa— gen meinen jetzigen Landsleuten den Gebrauch des Hakens


