II
wenn er gewahr wird, daß zweierlei, ihm zu Gebot ſtehende, Mittel ungleiche Wirkungen hervorbringen, und es nur daran liegt auszumachen,„welches von beiden durch alle Grade am nüutzlichſten iſt,“ ſo haͤtte es laͤngſt entſchie— den ſein muͤſſen, ob es vortheilhafter ſey, den Haken, oder den gewoͤhnlichen Pflug oder irgend eine andere Gattung von Pfluͤgen zu gebrauchen.
Obgleich dieſe Frage ſchon ſeit Jahrhunderten aufgewor⸗ fen und beſonderes in neueren Zeiten, hei Gelegenheit der vielen angeruhmten Verbeſſerungen und neuen Erfindungen von Ackergeraͤthſchaften, von Ackerbauverſtaͤndigen eroͤrtert worden, ſelbſt der Pflug von Bailey der beſtmoͤglichſte genannt iſt, ſo iſt ſie doch bis dahin nicht ganz befriedigend beantwortet; es wird vielmehr noch 1834 in dem von Kirch⸗ hofherausgegebenen Buche: das Ganze der La ndwirth⸗ ſchaft ꝛc. ꝛc. angeſuͤhrt, daß ungeachtet der vielen Proben und Verſuche es noch nicht ausgemacht werden koͤnnen, welche Gattung der mancherlei Pfluͤge die vorzuͤglichſte auf jeder Art von Boden ſei.
Es haben wenigſtens dieſe Unterſuchungen fuͤr den Ha— ken, ſo viele Vorzuͤge deſſelben auch klar vor Augen liegen, gleichwohl kein entſcheidendes Reſultat zur Folge gehabt, und dies wahrſcheinlich theils darum nicht, weil auch die voll— ſtaͤndigſte Grundkenntniß ohne Ausuͤbung der Mehrzahl der Landwirthe nicht genugſam einleuchtet, der letzteren aber allenthalben vielfache, beſonders in der Lokalitaͤt, im Clima, im Standpunkt und in den vielleicht beſchraͤnkten Kraͤften deſſen, der den Gebrauch dieſes Werkzeuges zu verbreiten geſucht, liegende Hinderniſſe entgegenſtehn; theils weil Ge— wohnheit, Unkenntniß und Vorurtheil der Landleute gegen


