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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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wie oben bei der getödteten Kuh angegeben worden, jedoch mit dem unterſchiede:

daß der erkrankte und ſehr angeſchwollene Theil des Lungenflü⸗

gels in ſeiner ganzen Stärke(nicht Länge) bis zu dem daran

noch beweglichen, geſunden Theil deſſelben mit einem dunkelgel⸗ ben härtlichen Strich verſehen war, woraus wohl erhellen dürfte, daß die angewendeten Mittel den Fort⸗ ſchritten der Krankheit dort Einhalt gethan hatten.

Iſt mir mein Gedächtniß nicht untreu, ſo wurde das Vieh, an welchem die Eiterbänder große Geſchwülſte, und Eiterungen erzeugt hatten, theils wenig, theils gar nicht von der Krankheit befallen.

Nach der vorſtehenden Beſchreibung des Herganges der Sache deſſen Richtigkeit ich verbürge, will mir ſcheinen, daß die hier in Rede ſtehende Rindviehkrankheit nicht einen ſo verderblichen Charakter an⸗ nehmen könne, wenn derſelben bei ihrem Entſtehen ſofort mit Kraft und Ausdauer entgegengewirkt wird und daß zu ſpäter Hülfe oder deren Vernachläſſigung nur große Viehverluſte zuzuſchreiben ſein düͤrften, weil die Krankheit eben ſo raſch in ihrem Verlaufe iſt, wie

MM

eine Lungenentzündung beim Menſchen.

2. Die Anſteckungsfähigkeit.

Bei den von mir ad 1. angeführten Sachverhältniſſen und den ſich durch meine Verfahrungsweiſe ergebenen Reſultaten, muß ich bei einer ſchnellen, kräftigen und ausdauernden Hülfe, die Anſteckungsfä⸗ higkeit der in Rede ſtehenden Rindviehkrankheit ganz in Abrede ſtel⸗ len, weil ja ſonſt auf dem hieſigen Gute, wo geſundes und krankes Vieh untermiſcht, in einem Stalle ſtand, in welchem ſieben Haupt ſo⸗ gar an der Lungenſeuche gefallen waren, auch nicht ein einziges Stück hätte gerettet werden können, ja ich muß ſogar bezweifeln, daß bei geſunder Nahrung, Reinlichkeit und geſunder Luft im Stalle, ohne alle Arzneimittel, ſich die Krankheit weiter hätte verbreiten können, als auf diejenigen Stücke, welche eine Geneigtheit zur Krankheit be reits in ſich trugen und bei welchen ſie, ſelbſt in abgeſonderten Behäl⸗ tern zu ſeiner Zeit doch zum Ausbruch gekommen ſein würde; denn es erkrankten hier ja nicht gerade diejenigen Stücke, welche an Kran⸗ ken oder Gefallenen ſtanden, ſondern meiſtentheils ſolche, welche jenen entfernt waren.

Zu 1. iſt angeführt, daß das ſcheinbar geſunde Vieh bis dahin, wo ich die Behandlung des kranken ſelbſt übernahm, nach auf die