49
Hierzu ſoll:
1) der Verſuch mit dem verdorbenen Futter allein gemacht wer⸗ den, und zwar mit beſchlammtem Heu, mulſtrigem Heu, mulſtrigem Stroh, auch wohl ſchimmeligen Oelkuchen neben der erforderlichen Maſſe ſolchen unverdorbenen Futters, welches die Verſuchsthiere ne— ben jenem gern freſſen.
Nachdem in dieſen Verſuchen die Erzeugung der Lungenſeuche gelungen ſein wird, iſt
2) gute Schlempe mit einem oder dem andern genannter ver⸗ dorbener Nahrungsmittel zu geben.
Sind alle dieſe für die Schlempewirthſchaften und Stallmaſtun⸗ gen der Rinder höchſt wichtigen Fragen zur Genüge durch die Ver⸗ ſuche erledigt worden, dann erſt würde zu den Verſuchen mit noch anderweitigen Einflüſſen der Weide und des Aufenthalts⸗Ortes ge⸗ ſchritten werden, uͤber deren Anſtellung für jetzt noch kein Beſchluß gefaßt werden ſoll.
Uebrigens können wir uns nicht verpflichten, die Verſuche in der oben angegebenen Folge anzuſtellen, indem wir uns nach dem Erfor⸗ derniß der Geldmittel und der ſich darbietenden Gelegenheit zu dem
einen oder anderen Verſuche zu richten haben.
Ueber den Fortgang und die Ergebniſſe der Verſuche wird das Comité vierteljährlich ausführlichen gedruckten Bericht erſtatten. Alle diejenige Herrn Subſcribenten, welche mindeſtens 5 Thaler zu den Verſuchen beigetragen haben werden, haben zu verlangen, daß ihnen von unſerem Gefchäftsführer vierteljährlich der Bericht unfran— kirt unter Kreuz⸗Couvert durch die Poſt zugeſchickt werde.
Wriezen, den 26. Dezember 1841.
v. Bredow. Chriſtiani. Gobbin. Hering. v. Jena. Kaskel. Körte. J. G. Koppe. F. A. Kuers. Ribbach. A. Schmidt. A. P. Thaer.
B.
Ueber Schlempefütterung und Lungenſeuche des Rindviehes. Vom Rittergutsbeſitzer Paalzow auf Kutzkow. Durch Unwohlſein behindert, der intereſſanten Verſammlung von
Landwirthen und Thierärzten am 27. dieſes Monats in Berlin bei⸗ 4


