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b) Iſt die Säure in der Schlempe der ſchädliche, die Lungen⸗ ſeuche hervorbringende Beſtandtheil?
Zu dieſem Behufe iſt die doppelte und dreifache Menge derjeni⸗ gen Säure, welche auch in der beſten Schelmpe enthalten iſt, Fall's die Beſchaffung derſelben nicht zu ſchwierig ſein ſollte, mit der guten Schlempe zu geben.
Der Chemiker würde auch zu prüfen haben, ob die Säure der Schlempe ſich durch Stehenlaſſen in dem Aufbewahrungs-Behälter vermehrt, oder, ob die faulige Gährung eintritt ohne vorhergegangene Vermehrung des Gehaltes an Säure.
c) Bringt das Solanin in den Kartoffeln oder in der Schlempe die Lungenſeuche hervor? Es ſind
1) rohe Kartoffeln mit ihren drei Zoll langen Keimen und
2) dieſelben mit dem Zuſatze von Keimen einer gleich großen Maſſe Kartoffeln als Maſtfutter zu geben,
3) unreife, nicht völlig ausgebildete, Kartoffeln als Maſtfutter zu verwenden, und
4) iſt, wenn es ſein kann, die aus unreifen oder gekeimten und mit ihren Keimen verarbeiteten Kartoffeln gewonnene Schlempe als Maſtfutter zu verabreichen. Der Gehalt an Solanin in der Schlempe iſt chemiſch feſtzuſtellen.
In dieſen vier Verſuchen iſt hinlänglich nebenbei Stroh und Heu zu fuͤttern, weil ſonſt ſicher die Fußräude eintreten würde.
d) Bringt neben der Schlempe reichlich gefüttertes ſogenanntes ſauergründiges Heu mooriger und torfiger Wieſen, welches gut ge⸗ wonnen worden, die Lungenſeuche hervor?
e) Erzeugen angefrorne, nach dem Aufthauen friſch gefütterte Kartoffeln die Lungenſeuche?
f) Vermag die Schlempe eines Maiſchgutes, welches aus ange⸗ faulten Kartoffeln bereitet worden, die Lungenſeuche hervorzubringen?
g8) Entſteht ſie durch Verfütterung angefaulter Kartoffeln?
h) Oder durch die in dem Schlempe⸗Behälter faulig zerſetzte Schlempe?
In den Verſuchen e—h iſt gleichzeitig gutes Heu oder Stroh zu verabreichen.
i) Wird die Lungenſeuche erzeugt, wenn man neben mäßig reich⸗ licher Maſſe von Schlempe mulſtrige Nahrung, namentlich mulſtriges Heu oder Stroh füttert?


