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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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mögen nun aber die bis jetzt geſund gebliebenen Verſuchsthiere noch längere Zeit und bei demſelben Futter von Hafer und Heu aufgeſtellt bleiben, um zu ſehen, ob ſich ſpäterhin die Krankheit bei ihnen entwickele. Gleichzeitig aber und in demſelben Stalle ſollen noch 3 4 andere geſunde Thiere aufgeſtellt werden, denen nicht ſo auserleſen reines und geſun des Futter gereicht wird, als den bisherigen Verſuchsthieren, ſondern die ein Futter erhalten, wie man es gewöhnlich über all zu geben pflegt, welches zwar gemeiniglich für geſund ge⸗ halten wird, aber in ſeiner Maſſe doch auch manche minder geſunde Beſtandtheile enthalten mag. Man gebe den Häckſel, Kaff und Heu von gewöhnlicher Beſchaffenheit und daneben entweder geſunde Kartoffeln oder geſunde Schlempe. In ei⸗ nem abgeſonderten Stalle könnten denn auch bei demſelben Futter von Kaff, Heu, Kartoffeln u. ſ. w. einige geſunde Thiere aufgeſtellt werden. Alſo zwei Verſuchsabtheilungen bei einem und demſelben allgemein gebräuchlichen Futter, wo aber auf der einen Seite die Anſteckung verſucht, auf der anderen entfernt gehalten wird.

Ich halte dieſen Doppelverſuch für ſehr belehrend und den Uebergang bildend zu den folgenden Verſuchen über Er⸗ zeugung der Krankheit durch ausgeſucht ſchlechtes und verdor⸗ benes Futter, und glaube, daß man ſpäterhin, wenn er jetzt nicht ausgeführt werden ſollte, doch wieder darauf zurückkom men wird. Jetzt aber iſt er ſehr leicht den Anſteckungsverſu⸗ chen anzureihen und bequem mit dem Verſuche zu vereinigen, die der Anſteckung ausgeſetzten Thiere lange Zeit mit den Kranken in Berührung zu laſſen.

Dr. Kuers und Profeſſor Dieterichs entgegneten hier⸗ auf, daß der eben vorgeſchlagene Verſuch jetzt nicht zuläſſig ſei, man müſſe die Verſuche ganz rein darſtellen, denn wolle man jetzt ungeſundes Futter geben, und die Krankheit bräche aus, ſo wiſſe man ja nicht, ob ſie in Folge der Anſteckung oder des Futters entſtanden ſei.

Landesöconomierath Thaer: Die Verſuche über Hervor⸗ bringung der Seuche, ſie mögen uun ein poſitives oder nega⸗