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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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Winter die Lungenſeuche ausbricht, weil durch den langen und hohen Stand des Waſſers das Gras verſchlämmt und unge⸗ ſund wird..

Thierarzt Fuchs: Mit Mehreren erſcheint mir die Fortſetzung der Verſuche über die Anſteckungsfähigkeit wün⸗ ſchenswerther. Bezüglich der Hervorrufung der Krankheit durch anderweitige äußere Einflüſſe, ſo hat es ſeine großen Schwie⸗ rigkeiten, die urſächlichen Verhältniſſe ſo herbeizuführen, wie ſie die Natur zuſammenſtellt. Daß die Lungenſeuche einer ſpontanen Entwickelung fähig ſeyn, und in der Wirklichkeit nicht ſelten in Folge einer ſolchen auftreten mag, das wird Niemand ernſtlich bezweifeln wollen. Man darf nur einfach die Frage aufwerfen: wo kommt denn dieſe Krankheit urſprüng⸗ lich her? Die Antwort hierauf wird auf die endliche ſpontane Entwickelung zurückkommen müſſen.

Landesöconomierath Thaer: Was 500 Jahre lang an⸗ erkannt, aber noch nicht verſucht worden, ſagt Dombasle, bedarf dennoch einer Beſtätigung durch Verſuche, kann durch einen einzigen erſchüttert werden.

Landrath v. Hobe: Die Verſuche müßten jedenfalls ſehr vervielfältigt werden. Die nöthigen Geldmittel zur vielſeitigen, großartigen und beharrlichen Durchführung derſelben werden ſchon zuſammenkommen. Die Sache iſt in ſehr guten Hän⸗ den, und jeder den ſie näher angeht, namentlich der Land⸗ wirth, wird gern dazu beiſteuern.

Chriſtiani⸗Kerſtenbruck: Da von mehrern Seiten der Einwand gemacht worden, daß die bisherigen Verſuche nicht lange genug fortgeſetzt worden ſind, indem die Lungen ſeuche oft langſam ſchleiche und nach Monaten erſt auftrete, und ferner auch der Einwand gemacht werden dürfte, daß das den Verſuchsthieren gereichte Futter von ſo ausgczeichnet rei⸗ ner und geſunder Beſchaffenheit geweſen iſt, als man es ge⸗ wöhnlich nicht zu geben pflegt und auch nicht geben kann, ſo lege ich der geehrten Verſammlung folgenden Vorſchlag zur Prüfung vor: Der jetzige Verſuch über die Anſteckungsfähig⸗ keit iſt der dritte und nach dem Proſpectus der letzte. Es