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durchaus nicht eines wie das andere behandelt werden, da ſie mit den verſchiedenſten Eigenthümlichkeiten auftreten, ſir oder flüchtig ſind u. ſ. w. Die Natur deſſen, was Träger eines Contagiums der Lungenſeuche ſeyn mag, iſt uns noch ganz unbekannt, wir können uns in dieſer Beziehung bis jetzt nur in Vermuthungen bewegen. Nach den vorliegenden That⸗ ſachen ſcheint es höchſt wahrſcheinlich, das Contagium der Lungenſeuche ſei ein ſehr flüchtiges nicht palpables, und es ſteht daher durchaus zur Frage, ob die Krankheit ſich auf dem von Dr. Kuers verſuchten Wege übertragen laſſe, ob er ein natürlicher iſt.
Wenn man geſunde Thiere neben kranke ſtellt und dieſe nicht von der Seuche befallen, ſo folgt daraus,(wie auch ſchon angeführt) im Allgemeinen nur, daß ihnen die Recepti⸗ vität dafür fehlt.— Nochmals: nur viele, umfaſſende, und lang fortgeſetzte Verſuche können Reſultate geben.
Prof. Dieterichs: Impfungen, Behufs Ergründung der Anſteckung der Lungenſeuche, habe ich bereits vor einigen 20 Jahren gemacht und man wird mir wohl zutrauen, daß ich alle dabei zu nehmenden Rückſichten gekannt und auch wohl beachtet habe. Die damals gewonnene Anſicht von der Nicht⸗ Contagiöſität hat ſich mir ſeitdem in zahlreichen Fällen beſtä⸗ tiget, ich kann deshalb nur den Wunſch ausſprechen, daß man darauf abzielende Verſuche nicht ſchließe, bevor ſich ein eviden— tes Ergebniß herausſtellt.
Landesöconomierath Thaer: Es würde uns zu weit führen, ſofort die Verhältniſſe alle zu ermitteln, unter de⸗ nen die Krankheit anſteckt. Es lieget eine ſo große Menge von Thatſachen vor, bei denen ſich die Meinung aufdringen muß, das Uebel ſei nicht durch Anſteckung entſtanden, ſondern Gelegenheitsurſachen zuzuſchreiben, daß es zweckmäßig erſcheint, vorläuſig zu den Verſuchen über deſſen Erzeugung durch ver⸗ dorbenes, verſchlämmtes Futter ꝛc. zu ſchreiten. In der Nie⸗ derung an der Ihna ſteht, nach des Landraths von Wedel— Crampzow Angabe, als Erfahrung feſt, daß wenn im Juni dort noch Entenjagd auf den Wieſen ſtattfindet, im nächſten


