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Berichte zureichend erkennen. Die Verſuche wurden öffentlich betrieben; Jedermann konnte die Veranlaſſung nehmen, ſich da⸗ von im Verſuchsſtall perſönlich zu überzeugen und das täglich über den Fortgang der Verſuche gefertigte Protokoll in dem Protokollbuche einſehen. Wenn ich auch die Anſicht habe, daß die Lungenſeuche keinen Anſteckungsſtoff entwickele, ſo kann man mich deshalb noch nicht als eine in einem Vorurtheile befan⸗ gene Perſon bezeichnen, am wenigſten iſt aber zu dulden, daß das geſammte Comité ſo bezeichnet werde.
Ob ich aber die geſunden Thiere zu kranken bringe, oder umgekehrt verfahre, muß durchaus gleichgültig ſein, da es doch nur auf die Nähe und Berührung der Geſunden mit den Kranken ankommen kann. Uebrigens iſt der Verſuchs⸗ ſtall der Art, daß ſich darin der Anſteckungsſtoff, wäre ein ſolcher vorhanden, ſehr bald und allgemein verbreiten muß. Denn er hat nur 7 Fuß Höhe, 12 Fuß Tiefe und 24 Fuß Länge, und es waren darin 6—7 große Rinder aufgeſtellt worden, die ſich gegenſeitig berühren und belecken konnten. Und dann muß ich ferner aufs Beſtimmteſte beſtreiten, daß der ſo ſehr vertheilte Anſteckungsſtoff in der Atmoſphäre leichter zur Anſteckung ſollte führen können, als die Impfung ſie bewirkt. Bei unſeren Verſuchen wurden innere und äußere Oberflächen des Körpers, ſo viel geſchehen konnte, mit den Erzeugniſſen der Krankheit in innige Berührung gebracht; es wurden alſo weit mehr Wege benutzt, auf welchen der Anſteckungsſtoff in den Körper zu gelangen vermochte, es wurde die Anſteckung weit intenſiver herbeizuführen geſucht, als die Atmoſphäre um die kranken Thiere ſie veranlaßen kann.
Amtsrath Koppe: Es iſt allerdings nicht in Abrede zu ſtellen; daß es einen Unterſchied macht, wenn man geſunde Thiere in einen Stall von vielen kranken bringt.
Profeſſor Störig: Ueber die Lungenſeuche äußerte ſchon der verſtorbene Staatsrath Thaer vor vielen Jahren, als ich mit ihm darüber ſprach, daß ſie höchſt gefährlich, ſchlei⸗ chend und anſteckend ſei.
Geh. Medicinalrath Albers: Bei den Contagien kann


