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tives Reſultat geben, werden jedenfalls ſehr belehrend ſein, wes⸗ halb ich wünſche, daß bald dazu übergegangen werde.
Dr. Kuers: Dem Beginne der Verſuche über die Ge— legenheits-Urſachen der Lungenſeuche müßten noch unerläßlich chemiſche Unterſuchungen der zu verabreichenden, als erzeugen⸗ den Grund der Krankheit angeklagten Futtermittel vorausge— hen. Mehrere Chemiker haben ihre Mitwirkung verſprochen, und namentlich hat der Aſſiſtent des Geheimraths Dr. Mit⸗ ſcherlich, Herr Trommer, ſich gegen mich geäußert, daß er recht bald ſich mit einer Analyſe der Kartoffel-Brannt⸗ weinſchlempe, welche noch gänzlich fehlt, beſchäftigen werde. So lange dieſe Vorarbeiten nicht gemacht worden, dürfte wohl mit den allerdings ſehr intereſſanten Verſuchen über Erzeugung der Seuche durch Futterſtoffe nicht gut begonnen werden können.
Dr. Schmidt: Seit die Brennereien mehr aufgekom⸗ men, iſt offenbar die Lungenſeuche viel häufiger geworden In der Zuſammenſetzung der Kartoffelſchlempe und des Oder⸗
bruchheues, dürfte vornämlich eine mitwirkende Urſache begrün⸗
det ſein, welche bei den Verſuchen Berückſichtigung verdienen möchte.
Landrath v. Hobe: Zu wünſchen wäre es wohl, daß der Staat dem Verſuchscomité noch einen zweiten Thierarzt beigeſellte, wozu ich den Departements⸗Thierarzt Fuchs vor⸗ ſchlagen möchte.—
Präſident: Nach den hier verſchiedentlich geäußerten Wünſchen in Beziehung auf die ferner anzuſtellenden Verſuche möchten vielleicht dieſe Verſuche unter drei Categorien zuſam⸗ menzufaſſen ſeyn:
1) fortgeſetzte Verſuche mit beſtem Futter, ob bei dieſem die Anſteckung erfolge.
2) Verſuche, ob bei dem gewöhnlichen Futter, wie es in Wirthſchaften, wo die Krankheit herrſcht, gegeben zu werden pflegt, etwa eine größere Dispoſition zur Auf⸗ nahme des Anſteckungsſtoffes ſich hervorbringen laſſe.
3) Verſuche, ob durch ſchlechtes Futter die Krankheit auch ohne Anſteckung ſich erzeugen laſſe.


