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Lichtenberg, gleichfalls(i. J. 1835.). Zwiſchen Ausbruch und Tod der Krankheit ſeien nicht ſelten nur 10 Minuten ver⸗ floſſen. Von ſeinem geſammten Viehſtapel(80.) ſeien nur wenige geſund geblieben, 30 Stück aber habe er eingebüßt. Da er vorher das Unglück gehabt, abzubrennen und genöthigt geweſen ſei, ſchlechtes Miethenheu zu füttern, ſo ſuche er die Grund⸗Urſache des Uebels in verdorbenem Futter.— Das Factum ſelbſt werde Dr. Spinola, der die gefallenen Thiere ſecirt, beſtätigen.
Letzteres geſchah; zugleich wurde— auf ſpeeielles Be— fragen über das plötzliche Fallen des erkrankten Viehes in Lichtenberg— die Erörterung gegeben, daß der Tod auf der Höhe der Krankheit apoplektiſch erfolge.“*)
Es ergreift demnächſt Dr. Kuers das Wort, bemerkend, daß das, was im Laufe der bisherigen Discuſſion für die Anſteckungsfähigkeit der Lun⸗ genſeuche und über die Art, ſie zu ermitteln geſagt worden ſei, ihm keinesweges als beweiskräftig und zum Ziele führend er⸗ ſchiene. Auf dem gewöhnlichen Wege der Beobachtung zu entſcheiden, ob die Lungenſeuche durch Anſteckung ſich verbreite, oder durch Gelegenheits-Urſachen entſtehe, ſei häuſig ſo ſchwierig, weil zwiſchen der Zeit, in welcher letztere eingewirkt hätten, und dem Eintritte der Krankheit, Monate verfloſſen ſeyn könnten, es alſo unmöglich ſei, die Urſache noch zu er— mitteln. Er wiſſe zwar, daß vom Profeſſor Dr. Hertwig und vom Profeſſor Vix in Gießen Verſuche angeſtellt worden ſeien, welche für die Anſteckung entſcheiden ſollten, er müſſe die daraus gezogenen Schlüſſe aber in Abrede ſtellen. Der Profeſſor Vix habe Stücke der aus dem Cadaver entnom— menen kranken Lungen unter die Haut des Halſes zweier Rinder gebracht, ſie 10 Tage in der Wunde faulen laſſen,
*) Herr Oberamtmann Lindſtedt hat ſeine Erfahrungen und An⸗ ſichten über die Lungenkrankheiten des Rindoiehes in einem eigenen Aufſatze niedergelegt, welcher uns nach der Verſammlung communicirt worden und welchen wir uns erlaubt haben hier unter den Beilagen, sub D, mit aufzunehmen.
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