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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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zwiſchen nahm das Uebel im Stalle ſeinen Fortgang, ließ bei einigen Thieren den Tod ſehr plötzlich, lediglich unter einem heftigen Anfall von Zittern eintreten, zog ſich bei anderen 4 Wochen hin. Nachdem ich im Ganzen 7 Haupt eingebüßt, verlor ſich die Krankheit. Man empfahl mir darauf, den Stall zu reinigen, neue Krippen und Raufen anzuſchaffen, oder dieſe zu übertheeren. Von dem Allen geſchah, nach dem Rathe meines Onkels, nichts. Die neuangekauften Kühe ka⸗ men in den ungeſäuberten Stall, erkrankten nicht, und mein Vieh iſt fortan geſund geblieben.

Geh. Medicinalrath Auguſtin: Woher wiſſen Sie denn, daß in Ihrem Stalle wirklich die Lungenſeuche herrſchte?

Dansmann: Das ergab die Oeffnung der krepirten Thiere.

Es referirt nun von Bredow⸗Bredow über den Ausbruch der Lungenſeuche bei ihm(i. J. 1835.), einen Beleg gebend zu der langſamen Vertragung des Anſteckungsſtoffes. Nachdem nämlich durch den Ankauf einer Kuh, die einen Tag in einem in ficirten Stalle geſtanden, die Krankheit in Wernitz ausgebrochen, ſei ſie erſt nach Jahr und Tag bei ihm ſelbſt, in Bredow und wieder ein Jahr ſpäter auf dem dritten ſeiner zuſammenliegenden Gü⸗ ter eingezogen. Daß eine Anſteckung möglich, wolle er glauben, durch bloße Berührung erachte er ſelbige aber für ſehr unwahrſcheinlich. Mehr ſuche er den Grund des Uebels darin, daß man die Futterböden der Ställe, worin die Lungenſeuche geherrſcht, zu nachläſſig reinige, daß man mit den Ausdün⸗ ſtungen lungenkranken Viehes durchdrungene Futtermittel ge⸗ ſundem Viehe reiche ꝛc. Zur Beſtätigung deſſen allegirt er einen Fall, wo eine von ihm ausgethane Milchkuh, von de⸗ ren völligen Geſundheit er überzeugt geweſen, dadurch daß ſie an dem fremden Orte mit Heu genannter Beſchaffenheit gefüttert worden ſei, in die Krankheit verſiel.

Hieran ſchließt Oberamtmann Lindſtedt-⸗Lichtenberg die Erzählung des ſehr raſchen und heftigen Verlaufes der Lungenſeuche zu

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