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daß ſich die Atmosphäre des Stalles im höchſten Grade mit den krankhaften Ausdünſtungen ſchwängern mußte.
Die Reſultate der vollendeten beiden Verſuche ſind aus den drei erſten gedruckten Berichten bekannt. Für meine Per⸗ ſon habe ich daraus den Schluß ziehen müſſen, daß keines der 8 Verſuchsthiere von der Lungenſeuche ergriffen war. Beim erſten Verſuche litt das eine Thier zufolge der Einſpritzung von Blut in die Halsader an einer bald geheilten Aderfiſtel. Beim Schlachten des einen Rindes fanden ſich zwar Tuberkeln in der Lunge vor, welche allerdings mit leberartig verhärteter Lungenmaſſe umgeben waren, allein dieſe Veränderung konnte ich um ſo weniger eingetretener Lungenſeuche zuſchreiben, als die Thiere ſich beſtändig vollkommen wohl gezeigt hatten.
Bei dem zweiten Verſuche mit 5 Thieren waren zwar 4 derſelben erkrankt, allein keines litt mit den characteriſtiſchen Zeichen der Lungenſeuche. Daß dieſe nicht eingetreten war, be⸗ wies der Verlauf des mit Arzeneien nicht behandelten Uebels, deſſen ſehr baldiges Verſchwinden und die ſpätere Obduction. Allerdings befanden ſich in der Lunge des einen Verſuchsochſen weſentliche Veränderungen, allein gerade dieſes Thier war wäh⸗ rend der Zeit gar nicht leidend geweſen, hatte ſich aber im Be⸗ ginn des Verſuches als organiſch lungenkrank ausgewieſen. Die in den Lungen zweier anderen Verſuchsthiere vorgefundenen Abweichungen konnten noch weniger den Wirkungen der Lun⸗ genſeuche zugeſchrieben werden.
Die Verſuche haben mich dahin belehrt, daß ich künftigen Falls nicht wieder Thiere als völlig geſund auswählen werde, an welchen die Augen nicht voll, glänzend und klar blickend ſind. So hatten die Augen der beiden Ochſen, welche in den Lungen die bedeutendſten Abänderungen zeigten, einen eigenthüm⸗ lichen matten Schimmer, welcher ſich nicht wohl beſchreiben läßt und der vielleicht immer auf mangelhafte Blutbereitung hindeutet.
Der dritte Verſuch mit wiederum 5 Rindern iſt noch nicht beendet; bis jetzt hat ſich noch keine Krankheitserſcheinung eingeſtellt. Würde auch dieſer Verſuch die Anſteckungsfähigkeit


