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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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daran, daß die Hütung der ſeuchenden Heerde 500 Schritte entfernt von der geſunden ſich beſinden ſoll; die crepirten Thiere ſollen 800 Schritte vom Gehöft vergraben werden, der Dün⸗ ger aus dem inſicirten Stalle ſoll im Garten des Gutes 2 Fuß tief eingegraben, alles Holzwerk im Stalle nach aufge⸗ hobener Seuche verbrannt und der Boden des Stalles 2 Fuß tief aufgegraben werden. Acht Wochen nach dem letzten Kran⸗ kenanfall ſoll angenommen werden, daß die Seuche aufgehört habe, aber erſt vier Wochen nach dieſem Termine darf Rind vieh und Rauhfutter verkauft werden. Wenn nun die Seuche Monate lang, oder, wie Beiſpiele ergeben, Jahre lang währt, ſoll da die ganze Strenge der Geſetze in Anwendung kommen, und kann ſie das, ohne den gänzlichen Ruin der Wirthſchaften herbeizuführen?

Solche Beweggründe waren es, welche den landwirthſchaft lichen Verein des Oberbarnimſchen Kreiſes zur Anſtellung von Verſuchen vermochten, wie ſie der heute hier vertheilte Pro⸗ ſpectus(ſ. Beilage A.) des Näheren angiebt.

Nach vielfältigen Beobachtungen hatte ich allerdings die ſubjective Ueberzeugung gewonnen, daß die Lungenſeuche nicht anſteckend ſei, allein um ſo ſtrenger glaubte ich gegen mich han deln zu müſſen, um dem Vorwurfe, daß ich zu Gunſten mei ner Anſicht die Verſuche ausführte, begegnen zu können. Ich darf wohl vorausſetzen, daß die gedruckten Berichte über die bereits angeſtellten Verſuche zur Kenntniß der meiſten hier ge⸗ genwärtigen Herren gelangt ſein werden, um mich darauf be⸗ ziehen zu können.

Es ſind hierbei nicht blos die geſunden Thiere zu den kranken geſtellt worden, ſondern weit mehr iſt geſchehen. Das Blut ſehr ſchwer erkrankter Thiere wurde in die Naſenhöhlen geſpritzt, die Haut damit gewaſchen, Klyſtiere von dem Bruſt⸗ waſſer der Getödteten in den Maſtdarm gebracht, Stücke der im höchſten Grade entarteten Lunge in die Naſengänge ge pfropft u. ſ. w. In dem zweiten Verſuche wurden die 5 Ver⸗ ſuchsthiere ſo eng bei einander mit den Kranken aufgeſtellt,