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ſelben duͤrfen ſie, ohne ausdruͤckiche Einwilligung des Direktors, nicht hinausgehen, auch von deſſen poſitiven Vorſchriften nicht abweichen, ſelbſt dann nicht, wenn ſie Gelegenheit, etwas beſ⸗ ſer zu machen, faͤnden; denn weil ſie die Ueberſicht des Gan⸗ zen nicht haben, kann daraus leicht ein anderweitiger Nach⸗ theil entſtehen. Solche Unterverwalter brauchen zwar gerade keine Wiſſenſchaft, ſon⸗ dern nur Kunſtfertigkeit, wie ſie fuͤr die vorliegende Oertlichkeit paßt, zu beſitzen; aber wirklich wiſſenſchaftlich gebildete Landwir⸗ the, die zu gleicher Zeit innig vertraut mit den verſchiedenen Handgriffen ſind, leiſten doch auch in dieſer Stellung am mei— ſten, und es iſt jedem jungen Landwirth, der die Wiſſenſchaft ſeines Gewerbes ſich zu eigen zu machen ſuchte, anzurathen, ſich eine Zeit lang zuvor, ehe er eine eigne Wirthſchaft antritt, in ein ſolches ſubordinirtes Verhaͤltniß zu begeben, wenn er nicht ſchon vor der Erlernung der Wiſſenſchaft darin ſtand; denn es gibt ihm ſolches die beßte Gelegenheit zur Erlangung einer groͤ⸗ ßern Kunſtfertigkeit und eines gewiſſen Wirthſchafttaktes, der bei der Direktion von großem Nutzen iſt, und vielen jungen Anfaͤn⸗ gern fehlt. Es gehoͤrt indeſſen allerdings fuͤr den hoͤher in der Bildung Stehenden oft ein großer Grad von Reſignation und Beſcheidenheit dazu, um ſich in einem ſolchen untergeordneten Verhaͤltniſſe wohl zu befinden, allein auch dieſe Eigenſchaften ſind von hohem Werth und wohl dem, der ſie ſich, wenn auch viel— leicht in unangenehmer Schule, zu eigen machte, er hat darin einen Schatz fuͤr ſeine ganze Lebenszeit gewonnen.
155. In einigen großen Wirthſchaften ſtehen dem Di— rektor zur Seite ein Kaſſirer oder Kaſtner, der die Vorraͤthe unter Verſchluß haͤlt, auch ein Reviſor oder Buchfuͤhrer, und wohl noch mehre Perſonen, die, wenn jener nicht Eigenthuͤ— mer iſt, ihm und ſich einander zur Kontrole dienen ſollten. Es fuͤhrt ein ſolches Verhaͤltniß nur zu leicht zu Mißhellig⸗ keiten und Verdrießlichkeiten, zu gegenſeitigen Anfeindungen und ſelbſt zu manchem erheblichen Verluſte, wodurch der gu⸗ ten Sache mehr geſchadet, als genutzt wird. Es iſt daher, wenn wegen Groͤße der Wirthſchaft oder anderer Verhaͤltniſſe Beamte dieſer Art nothwendig ſind, beſſer, dieſelben dem Di⸗ rektor unter⸗, als ſie ihm beizuordnen⸗
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