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von der Ausdehnung und Beſchaffenheit der natuͤrlichen Wei⸗ den, vom Klima und vom Boden 7
Die Stallfuͤtterung im Sommer erfordert mehr Arbeit, Streumaterial und Voranlagen, als der Weidegang des Rind⸗ viehs, aber es iſt nur mit ihrer Hilfe moͤglich, in einem wieſen⸗ und weideloſen Lande uͤberhaupt Wirthſchaft zu trei⸗ ben, auf kleinen Flaͤchen eine ſtarke Viehzucht zu unterhal⸗ ten, alles Futter aufs Zweckmaͤßigſte, ohne Vergeudung zu be⸗ nutzen und faͤmmtlichen erzeugten Duͤnger ohne Verluſt zu ſammeln.
Große natuͤrliche auf keinge andere Weiſe zu benutzende Weideraͤume extenſive Wirthſchaften, Gegenden, die keine ahlre iche Bevoͤl kan haben, wo die allgemeine Landeskultur noch zuruͤck iſt, wo der Boden nur einen geringen Werth hat, und zum Futterbau ſich nicht wohl eignet, ſind Bedingungen fuͤr die Weidewirthſchaft Ueberall, wo das Gegentheil ſtatt findet, iſt die Sommerſtall⸗ fuͤtterung vortheilhafter. S. Anleitung zum Betriebe der Landwirthſchaft B. 1. S. 370. Ueber den Weidegang des Rindvieh's in den Miar ſehe gegenden ſ. M
Möglin⸗ ſche Anmalen B. 28. S 57. ꝛc. Das Tuͤdern oder Pfloͤcken und die halbe Stallfuͤtterung ſind Uebergaͤnge vom Weidegange zur ganzen Stallfuͤtterung, und koͤnnen, zumal letztere, in man⸗ chen Verhaͤltniſſen, ſehr vortheilhaft ſeyn.
51. Die Winterfuͤtterung des Rindvieh's beſteht in Heu, Stroh, Wurzeln, Knollengewaͤchſen, Getreide, Branntwein⸗ ſpuͤlicht und Traͤbern.
Heu und kurzes Stroh werden am beßten ganz gereicht, langes Stroh zu Haͤckſel deieien die anderen Futtermate⸗ rialien, mit Ausnahme der letztgenannten, bei denen es nicht noͤth!g iſt, durch Buhneiden Stampfen, Mahlen zerkleinert, auch wohl durch Bruͤhen oder Kochen oder Gaͤhrung aufloͤs— licher gemacht. Je gedeihlicher ſie auf dieſe Weiſe den Thie— ren geworden ſind, deſto mehr Vortheil ziehen dieſe daraus und deſto mehr koͤnnen verhaͤltnißmaͤßig die Futtergaben be⸗ ſchraͤukt werden. Die Wurzel- und Knollengewaͤchſe muͤſſen uͤberdieß noch vor dem Fuͤttern ſorgfaͤltig gereinigt werden.
S. Anleitung zum Betrieb der Landwirthſch. B. 2. S. 142. ꝛc⸗


