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52. Die Menge der Nahrung, welche man dem erwach⸗ ſenen Rindvieh zu reichen hat, muß ſeiner Groͤße und Benutz—
ung, uͤberhaupt ſeiner Ernaͤhrungsfaͤhigkeit angemeſſen ſeyn.
Große Thiere brauchen mehr, als kleine, und wenn die Kuͤhe melken, die Ochſen im Zug arbeiten, ſo müſſen ſie reichlicher und beſſer genaͤhrt werden, als wenn erſtere gelt gehen und letztere muͤßig im Stalle ſtehen; auch beduͤrfen die Thiere im Sommer mehr Nahrung, als im Winter.
Eine ſehr reichliche Fuͤtterung iſt es zu nennen, wenn ein Stuͤck Rind fuͤr jede 100 Pfund ſeines lebenden Gewichts im Sommer 3 Pfund, im Winter 2 ¾ Pfund Heu oder deſſen Werth als Futter bekommt. Man wird ſelten, bei Naſtung ausgenommen, eine reichlichere Fuͤtterung, in den meiſten Faͤllen kaum die angegebene erreicht finden; aber ſie ſollte ſtets der Zielpunkt ſeyn; bei jungen, noch nicht ausge— wachſenen Thieren iſt ſie nicht einmal hinreichend. Dieſe Fut— terquantitaͤt ſoviel als moͤglich immer erreichen zu koͤnnen, iſt es von Wichtigkeit, den verhaͤltnißmaͤßigen Werth der ver— ſchiedenen Fuͤtterungsmittel kennen zu lernen, weil ſich nur dann die Menge des gegebenen Futters einigermaßen genau beſtimmen laͤßt. Dieſer verhaͤltnißmaͤßige Werth iſt nach den zuverlaͤßigſten Wahrnehmungen folgendermaßen anzunehmen:,
100 Pfund gute Roggenkoͤrner werden bei der Fuͤtterung
erſetzt durch
90 Pfund guten Weizen.
105 große Gerſte.
110„ Hafer.
90 ⸗ Erbſen.
90.„ Pferdebohnen.
95.„ Wicken.
105„ Buchweizen.
120. Leinkuchen.
150„ andre gute Oelkuchen.
126„ gute Roggenkleien.
380 ⸗ Leinſaamenſpreu.


