Teil eines Werkes 
2/3: Zweite u. dritte Abt., Viehzucht und Gewerbelehre
Entstehung
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bisulca, und ſtammt nach einigen von dem Ur⸗ oder Auervieh, nach anderen von dem indiſchen Rinde, Zebu ab. Dem Land⸗ wirth kann es ganz gleich ſeyn, wer die Stammaͤltern ſeines Rindvieh's waren, wenn er nur deſſen Natur und Eigenthuͤm⸗ lichkeiten genau kennt, um zu wiſſen, wie er ſelbiges zu behan deln habe, und welche Vorkehrungen getroffen werden muͤſſen, um zu verhuͤten, daß es nicht ausarte, nicht erkranke, nicht zu Grunde gehe.

Die Abſtammung unſers Rindvieh's vom Auerrinde moͤchte zu be⸗ zweifeln ſeyn, da jenes neun Monate, dieſes nur ſieben Monate traͤchtig geht. S. Iſis 1831. Heft IV. S. 345. Sollte ſich das Stammvieh unſers Rindes nicht ganz unter den verſchiede⸗ nen Raſſen deſſelben verloren haben? Das in Amerika wieder wild gewordene Rindvieh ſcheint dieſe Anſicht zu beſiaͤtigen.

34. Fuͤr die Landwirthſchaft iſt das Rindvieh zum wich⸗ tigſten Hausthier geworden; es liefert kraͤftige, zum Betrieb der Landwirthſchaft vollkommen ausreichende Zugthiere, iſt leicht und ohne große Koſten zu ernaͤhren, und gewaͤhrt uͤber⸗ dieß noch durch ſeine anderweitige Benutzung große Vortheile, beſonders auch, bei dem gewoͤhnlichen Wirthſchaftsgange, un⸗ ter allen Vieharten den meiſten Duͤnger; daher iſt es als die ſicherſte Stuͤtze des Ackerbau's zu betrachten.

35. Im Sommer muß es auf trockenen, hochgraſigen Weiden oder mit gemaͤhetem Gruͤnfutter ernaͤhrt werden. Sumpfpflanzen ſind ihm zuwider.

Im Winter ſind ihm ſuͤßes Heu und alles Wurzelwerk angenehm und zutraͤglich, und, wenigſtens bei uns, warme geſchuͤtzte Staͤlle zu ſeinem Aufenthalte nothwendig.

Von den Raſſen des Rindvieh's.

36. Die verſchiedenen NRaſſen des Rindvieh's entſtehen, wie die aller anderen Thiere, ſ.§. 7., durch die fortdauernd gleich bleibende Einwirkung des Klima's, der Nahrung und der Lebensweiſe auf die Koͤrperform der Thiere, und koͤnnen noch vermehrt werden durch die Aufmerkſamkeit des Menſchen auf die Paarung verſchiedener Individuen.

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