Teil eines Werkes 
2/3: Zweite u. dritte Abt., Viehzucht und Gewerbelehre
Entstehung
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Zweite Abtheilung. Specielle Viehzucht

31. Die Lehre von der ſpeciellen Viehzucht gibt An⸗ leitung zur Wartung, Pflege, Behandlung und Benutzung der verſchiedenen Arten und Abarten von landwirthſchaftlichen Hausthieren. Zu dieſen gehoͤren bei uns das Rindvieh, das Schaf, das Pferd, der Eſel, das Schwein und mehre Arten von Gefluͤgel.

(Verſteht man unter landwirthſchaftlichen Hausthieren alle diejeni gen, die zum Behuf des Haushalts und der Gewerbthaͤtigkeit der

Menſchen gehalten werden, ſo ſind ſtreng genommen auch die Bienen, Seidenwuͤrmer, Kaninchen und zahmen Fiſcharten darunter zu rechnen. Da es aber der Hauptzweck dieſes Vor⸗ trags iſt, die Landwirthſchaft nur innerhalb der Grenzen der gegenſeitigen Bedingung des Ackerbau's und der Viehzucht zu lehren, ſo ſoll hier auch nur von den Thieren gehandelt werden, die mit dem Ackerbau in Verbindung kehen, und ſolches ſind die obengenannten.)

32. Die Thiere ſind, wie die Pflanzen, verſchiedener Natur, d. h. in Hinſicht ihres Beduͤrfniſſes an Waͤrme und Feuchtigkeit, an Menge und Beſchaffenheit der Nahrung ſehr von einander abweichend. Wenn man ihre Zucht mit Gluͤck betreiben und von ihnen in jedem gegebenen Verhaͤltniſſe den moͤglich hoͤchſten Nutzen ziehen will, iſt es unumgaͤnglich noth⸗ wendig, daß man ſich mit ihrer eigenthuͤmlichen Natur be kannt mache, und deshalb fuͤr den Landwirth das Studium der Naturgeſchichte ſeiner Hausthiere unerlaßlich.

Erſter Abſchnitt. Von der Rindviehzucht.

33. Unſer zahmes Rind gehoͤrt zu der Ordnung der wiederkaͤuenden Thiere mit geſpaltenen Hufen, ruminantia

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