169 3 Herbſt auf das mehrmals gepfluͤgte und ſtarkgeduͤngte Ate, Feld ſaͤen; ſolches iſt jedoch minder vortheilhaft. damen Von dem im Fruͤhjahr geſaͤeten Waid werden die dei 5 Blaͤtter ſchon im erſten Jahre Ende Juni's, wenn ſie zu dul gelben anfangen, einmal, und im Herbſt auch wohl zum 8 zweiten Male abgeſchnitten. Im zweiten Jahre ſchnei⸗ det man ſowohl von dem im Fruͤhjahre, als von dem enac im Herbſt geſaͤeten die Blaͤtter ſo oft ab, als die Bluͤ— nbeit⸗ thenſtengel aufſchießen, was drei- bis viermal der Fall ſeyn kann. Nur die Pflanzen laͤßt man zur Bluͤthe ch g kommen, von denen man den Saamenbedarf ziehen will. r Der Acker kann 300 Ctr. Waidblaͤtter geben. Die die abgeſchnittenen Blaͤtter werden, wenn ſie erdig ſind, ge— ſan⸗ waſchen und entweder friſch oder halbgetrocknet in der ehre. Waidmuͤhle zur verkaͤuflichen Waare gemacht. Na(Anwendung des Waid's. Auch zu Futter tauglich.) 314. Der Wau, Reseda luteola, verlangt einen Wau. 9 muͤrben, fruchtbaren, jedoch nicht friſch geduͤngten Boden, des und ein Klima wie der Waid. Er kann ſchon im Fruͤhling unter Gerſte, die auf geduͤngte Hackfruͤchte folgt, oder unter Buchweizen ꝛc. zwei⸗ wie der Klee, geſaͤet werden; ſicherer aber iſt es, ihn bo im Auguſt oder Anfang Septembers auf ein wohl zu— leich gerichtetes Feld, das ein zeitig abgeerntetes Futtergewaͤchs n. getragen haben kann, zu ſaͤen. Die Saamenquantitaͤt alich iſt 16— 18 Pfund pr. Acker. Die Pflanzen werden ſchon einmal im Herbſt, und einmal im Fruͤhjahr leicht be— üthige hackt, und ſorgfaͤltig von Unkraut gereinigt, weil eine d die Vermiſchung damit der ſchoͤnen Farbe, die der Wau Jite 1 gibt, ſchadet. zeit Wenn die Pflanzen verbluͤht haben, und eine licht⸗ hellg gelbe Farbe bekommen, ſo werden ſie bis auf diejenigen, wie⸗ welche man zu Saamen ſtehen laſſen will, ausgerauft, te lei in kleine Buͤſchel gebunden, und auf dem Acker nur ſo
c in lange gelaſſen, bis ſie abgewelkt ſind; hierauf bringt man


