Der
Leindotter.
164
Der Saamen wird auf das ebengeeggte und ge⸗ walzte Land geſaͤet und nur ganz ſchwach mit Erde be⸗ deckt. Der Bedarf daran iſt ſo gering, daß er gar nicht in Anſchlag zu bringen iſt.
Der Mohn muß waͤhrend ſeines Wachsthums ge⸗ jaͤtet und behackt werden, daher die Drillſaat bei ihm in 18— 24 Zoll weiten Raͤumen auf die im vor.§. an⸗ gegebene Weiſe beſonders vortheilhaft iſt.
Er gibt vom Acker 6—10 Schffl. Seine Ernte iſt ſehr leicht hinſichtlich des Arbeitaufwandes; ſchwierig hinſichtlich des Zeitpunktes, weil er ungleichmaͤßig reift. Bei dem Anbau im Großen iſt das ordentliche Aus⸗ dreſchen der Koͤpfe dem im Kleinen anwendbaren Auf⸗ ſchneiden vorzuziehen.
(Anbau des Mohns in Verbindung mit Moͤhren.)
307. Der Leindotter, Myagrum sativum, auch Dotter, Schmelz genannt, verdient auf einem loſen, ſan— digen und humusarmen Boden, in welchem andere Oel⸗ gewaͤchſe mißrathen, einige Aufmerkſamkeit, weil er von der Trockenheit nicht leidet, von Inſekten nicht ange⸗ griffen wird, und fuͤr die angegebenen Verhaͤltniſſe einen leidlichen Ertrag liefert.
Ein Acker, der im vorhergehenden Jahre gut ge⸗ duͤngt worden, iſt fuͤr ihn der angemeſſenſte, doch ver⸗ traͤgt er auch friſchen Miſt.
Er wird vom Maͤrz bis Anfang Juni ¾— 1 Mtz. auf den Acker geſaͤet und ganz auf dieſelbe Weiſe wie der Sommerruͤbſen beſtellt, mit dem er auch hinſichtlich der Ernte uͤbereinkommt.
Er kann 6— 8 Schffl. vom Acker geben, 4 Schffl. Saamen liefern nicht viel mehr Oel als 2 Schffl. Win⸗ terraps, das Oel iſt aber weit beſſer und fogar zum Speiſen taugbar.
(Andere zum Andau empfohlene Oelgewaͤchſe, der Senf (Sinapis alba und nigra), der chineſiſche Oelrettig(Ra-
„
rete⸗ fuͤr( verdie keit w R
beſon tiefen ſpenſ Egge
in F fruch beet Stan allein anf d ſen Very geernt hacken


