Teil eines Werkes 
1: Erste Abth. Ackerbau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

162

Er kann breitwuͤrfig geſaͤet, gedrillt, und auch ge⸗ pflanzt werden..

Die breitwuͤrfige Saat, bei der ganz ſo, wie im vor.§. bei dem Winterruͤbſen angegeben worden, ver⸗ fahren wird, iſt die gewoͤhnlichſte. Einen hoͤhern Ertrag gibt er jedoch bei der Drillſaat, die freilich etwas mehr Muͤhe verurſacht. Das Verfahren dabei iſt folgendes: nach der letzten Furche wird das Feld ebengeeggt und gewalzt, darauf vermittelſt eines Marqueurs oder Linienziehers mit 12 24 Zoll weit voneinander entfernten Linien uͤber⸗ zogen, in die mit einem ſogenannten Ruͤbendriller der Saamen geſtreut wird, den ein leichter Eggezug mit Erde deckt. Wenn die Pflanzenreihen ſichtbar ſind, werden die Zwiſchenraͤume zwiſchen demſelben mit der Pferdehacke aufgelockert, und dann vor dem Einbruch des Winters angehaͤufelt. Dieſes muß im Fruͤhjahr, ſobald das Feld den Pferdetritt vertraͤgt, noch einmal wiederholt werden. Durch dieſe ſorgfaͤltigere Kultur wird der Raps vor dem Ausfrieren mehr geſichert und ein Mehrertrag vom Acker von 1 12 Schffl. leicht erzielt.

(S. Nr. 3. B. II. S. 350. Mittheilungen aus dem Gebiete

der Landwirthſchaft. B. II.)

Der Saamenbedarf bei der breitwuͤrfigen Saat iſt 14 18 Pf.(1 1 ¾ Metze) auf den Acker; bei der Drillſaat 23 Pf. weniger. Die Saatzeit Mitte Auguſt's, laͤngſtens 24. Auguſt.

Das Pflanzen des Rapſes mag bei beſonders hoher

und allgemeiner Feldkultur und guͤnſtigen klimatiſchen Ver⸗ haͤltniſſen, z. B. in Belgien, Vortheile gewaͤhren, ſcheint aber bei uns nicht zu empfehlen. Die Pflanzen werden auf einem im Juli zu beſtellenden Saamenbeete gezogen, und Ende Septembers oder Anfang Octobers gleich hin⸗ ter dem Pfluge gepflanzt. Sie wachſen leicht an. Das Behacken iſt nicht wohl zu entbehren.

2. Der Sommerraps wird wie der Sommer⸗ ruͤbſen beſtellt, muß jedoch wenigſtens im Mai geſaͤet

ſnd, nie ei ben R und! keinen ten 4 Jauch Mitte Mohr Pfläg zullen