Teil eines Werkes 
1: Erste Abth. Ackerbau
Entstehung
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Kohlrüben.

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wenn Klima oder Jahreswitterung kuͤhl und feucht ſind. Wo Winterweizen nicht mehr mit Sicherheit, des Kli ma's wegen, angebaut werden kann, iſt auch ihr Anbau mißlich. Die Vorbereitung des Feldes zu den Runkeln und ihre Kultur ſind ganz ſo, wie es§. 295. bei dem Kopfkohl angegeben worden. Man ſaͤet wohl auch die Koͤrner gleich auf den Acker, wo die Ruͤben erzeugt wer den ſollen, das Stecken der Pflanzen aber iſt im Allge meinen vorzuziehen.

Nicht nur die Wurzeln, ſondern auch die Blaͤtter liefern ein gutes Futter; nur duͤrfen letztere nicht eher abgenommen werden, als bis ſie zu gelben anfangen und jene voͤllig ausgebildet ſind.

Bei guter Kultur und mittelmaͤßigem Boden, aber ſtarker Duͤngung, kann man 350 400 Ctr. Ruͤben und 100 Ctr. Blaͤtter vom Acker erwarten, auf ausgezeichne⸗ tem Boden noch mehr. Will man ſich mit einem gerin⸗ gern Ertrag begnuͤgen, ſo ſind ſie ſogar als zweite Frucht nach Winterruͤbſen noch mit Erfolg zu bauen.

Sie werden mit Karſten oder dreizinkigen Gabeln ausgehoben, und wie die Moͤhren aufbewahrt.

(Viele Varietaͤten. Zuckerbereitung, Saamengewinnung.)

299. Die Kohlruͤben, Brassica napobrassica, auch Krautruͤben, Steckruͤben, Dorſchen, Erdkohlrabi ge nannt, verdienen den Anbau ſowohl wie die Runkeln, und haben den Vorzug, daß ſie haͤrter gegen den Froſt ſind, dafuͤr aber leiden ſie haͤufig von Inſekten, und ge ben kein ſo gutes, obwohl nahrhafteres, Milchfutter. 4 Pfund Ruͤben und Blaͤtter zuſammen= 1 Pf. Heu.

Hinſichtlich des Klima's, der Feldbeſtellung und ganzen Behandlung kommen ſie vollkommen mit den Run keln uͤberein, nur beduͤrfen ſie keines ſo tiefen, gebunde nen und von Natur guten Bodens; ſie kommen auch auf einem duͤrftigen zu großer Vollkommenheit, wenn nur

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