Teil eines Werkes 
1: Erste Abth. Ackerbau
Entstehung
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einzige Gewaͤchs dieſer Klaſſe, das im Großen angebaut wird. In den Gegenden, die ſeiner Natur zuſagen, ver⸗ dient er ſolches, weil er fuͤr Menſchen und Vieh eine angenehme, gedeihliche Nahrung und einen ſehr hohen Ertrag liefert.

Er gedeiht am beßten in einem kuͤhlen feuchten Klima und auf einem bindigen, etwas ſchweren Boden. Nur wenn Klima oder Jahreswitterung feucht und kuͤhl ſind, kann er auf einem lockeren ſandigen Boden mit einigem Erfolg gebaut werden.

Er verlangt durchaus einen friſch und ſtark geduͤng⸗ ten(am beßten mit Stallmiſt und Pferch zuſammen) und einen gut vorbereiteten Acker. Dieſe Vorbereitung kann auf ſehr verſchiedene Weiſe, einfach und muͤhevoll, geſchehen. Die einfachſte und ſicherſte iſt folgende: Man waͤhle einen mit alter Kraft verſehenen Acker der ange⸗ zeigten Art, und bringe den Miſt ſchon im Herbſte auf, um ihn noch vor dem Winter unterzupfluͤgen. Zeitig im Fruͤhjahr wird ſcharf geeggt, und bald darauf moͤglichſt tief gepfluͤgt(geruhrt), nach einiger Zeit wieder geeggt, und kurz nachher ſorgfaͤltig zu mittlerer Tiefe geackert. Kann mit dieſem Pfluͤgen, das wo moͤglich in der letzten Haͤlfte des Mai's geſchehen muß, eine Duͤngung von Pferch, Kompoſt oder Jauche untergebracht werden, deſto beſſer. Nach ein paar Tagen wird ſcharf geeggt und ge⸗ walzt, damit das Feld ganz klar werde. So bleibt es liegen, bis die Zeit des Pflanzens, der Monat Juni, herankommt. Tritt in dieſem Monat, am beßten gegen ſeine Mitte hin, zum Pflanzen guͤnſtiges feuchtes Wetter ein und haben die Pflanzen auf dem Saamenbeete(§. 196) die gehoͤrige Groͤße erreicht, ſo laſſe man das Feld ſo gleich mit dem Ruhrhaken pfluͤgen, und die Pflanzen unmittelbar hinter demſelben in das lockere Erdreich ſtecken, und zwar auf eine Furche um die andere. Auf dieſe Weiſe kommen die Kohlpflanzen in 20 24 Zoll weite Reihen zu ſtehen, wodurch ihre nachmalige Bearbeitung

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