Teil eines Werkes 
1: Erste Abth. Ackerbau
Entstehung
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3 9. Da der Menſch groͤßtentheils, und ſeine Haus⸗

R der thiere faſt bloß von Pflanzen leben, ſo iſt die Kenntniß

trieben der zu dieſem Behufe anwendbaren und vorzuͤglichſten

Pflanzen und ihrer eigenthuͤmlichen Natur, ſo wie die

ingun⸗ Lehre von ihrer Pflege und Verwendung der wichtigſte as Le⸗ Theil der Landwirthſchaft.

10. Ehe aber die Lehre von der Pflege dieſer Pflan eihnen zen abgehandelt werden kann, iſt es nothwendig, zuvor er vor⸗ jene Subſtanz naͤher zu unterſuchen und kennen zu ler ffen. nen, worin ihr Wachsthum vor ſich geht, naͤmlich die Erde. s und 11. Grundſaͤtze fuͤr den Ackerbau koͤnnen nicht eher gege⸗ aufgeſtellt werden, als bis man weiß, was der Boden öringen zum Wachsthum der Pflanzen beitraͤgt, in wie fern ſeine Ernaͤh⸗ phyſiſche Beſchaffenheit von ſeinen Beſtandtheilen abhaͤngt, rrftig. und wie ſelbige umgeaͤndert werden kann.

. 12. Durch die Kenntniß der Beſtandtheile des Bo 9 den dens laͤßt ſich ſeine phyſiſche Beſchaffenheit unter be hre Er ſtimmten klimatiſchen Verhaͤltniſſen erklaͤren.

b5 13. Die Lehre von der Kenntniß der Beſtandtheile, ind in phyſiſchen Eigenſchaften und dadurch begruͤndeten Ein⸗ Vädden theilung und Werthſchaͤtzung des Bodens(die Agrono mie), iſt nothwendig der Grund alles landwirthſchaftli o mlß.

Wii⸗ chen Wiſſens.

ung ſei⸗ 14. Weil aber der Boden allein durch ſeine erdi

gen und metalliſchen Beſtandtheile nur mittelbar zum Wachsthum der Pflanzen beizutragen ſcheint, die Haupt⸗ befoͤrderungsmittel dieſes Wachsthums dagegen, die man fuͤglich ihre Nahrung nennen kann, meiſt organiſchen Ur⸗ ſprungs ſind, und den Pflanzen, die man an einem be von ſtimmten Orte wachſen laſſen will, zugefuͤhrt werden muͤſ⸗ ſen; ſo iſt die Kenntniß derjenigen Subſtanzen, welche hierzu mit Vortheil benutzt werden, ferner ihre Zuberei⸗

ehrung

faͤllt in tung, Verwendung und ihr relativer Werth, mit einem rbau) Worte die Lehre von der Duͤngung, nach jener die icht). wichtigſte.

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