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15. Oft hat der Boden eine fehlerhafte Erdmi⸗ 10. ſchung, und ſeine davon abhaͤngenden phyſiſchen Eigen⸗ meine ſchaften ſind der Natur der Pflanzen, die auf ihm kulti⸗ Di virt werden ſollen, nicht ganz zuſagend. Wie ſolcher ſibe, d Boden der vorliegenden Abſicht entſprechender zu machen mannich ſey, zeigt die Lehre von der Verbeſſerung des Bo⸗ usthi dens. die
16. Damit die in der Folge auf dem Boden zu der alg erziehenden Pflanzen ſich ungehindert und nach Willkuͤhr unter ſ darin ausbreiten und die in ihm befindliche Nahrung ſich b 20 zueignen koͤnnen, muß er von fremden Pflanzen, Stei⸗ ieeneinen nen, ſtehendem Waſſer und dergleichen Hinderniſſen be⸗ eden, freit, auf eine angemeßne Tiefe gelockert, und mit dem meeinander zugefuͤhrten Duͤnger oder den zu ſeiner Verbeſſerung be⸗ einigung ſtimmten Erdarten gemengt werden. Wie dieß anzuſtel⸗ rii Ge len ſey, zeigt die Lehre von der Bearbeitung des der lan. Bodens und ſeiner Beurbarung. lche
17. Die Lehre von der Duͤngung, Verbeſſerung, ds duf Bearbeitung und Beurbarung des Bodens macht eine de lande Hauptabtheilung der geſammten Ackerbaulehre aus, und Vithſch
wird mit dem Namen:„Agrikultur“ belegt. Nach den verſchiedenen Mitteln, die dabei angewendet werden, wird dieſelbe eingetheilt in die chemiſche und die me⸗ chaniſche.
18. Iſt der Boden geduͤngt, gereinigt und gelockert, dann iſt er zur Aufnahme der darin zu wachſen beſtimm⸗ ten Pflanzen vorbereitet, und nun wird die Pflanzen⸗ kultur vorgetragen, welche in die allgemeine und in die ſpecielle abzutheilen iſt. Erſtere umfaßt die Lehren von der Saat, der Pflanzung, der Pflege und der Ernte der Pflan⸗ zen, in ſo fern dieſelben auf alle Pflanzen anwendbar, d. h. allgemein ſind. Letztere zeigt die eigenthuͤmliche. Pflege, welche die verſchiedenen landwirthſchaftlichen Ge⸗ waͤchſe nach ihrer verſchiedenen Natur erheiſchen.


