Michell in ſeiner Legislation of agrikulture, die ich nur im Auszuge kenne„iſt nicht zu ſpaßen. Er iſt „die große Quelle des National⸗Wohlſtandes, weil „durch ihn Capikal und Hände vortheilhaft benutzt „werden. Aber er iſt verderblich, wenn man ihn „ohne hinlängliche Unterſtützung von beyden brauchk. „Wer ſein Landgut in Kraft erhalten will, ſorgt da⸗ „für, ſeinen Pächtern nicht mehr Land einzuräumen, „als ſite in Dünger und frey von Unkraut erhalten „können. Wenn das Vermögen derſelben vermindert „würde, wenn Krieg, Seuchen, Auswanderung die „Dörfer entvölkerte, ſo würde man die Ackerfläche „zu vermindern ſuchen müſſen. Ein kluger Gutsherr „wird den ackerbaren Boden ſeiner Pächter nicht „vergrößern, bis ſie beweiſen können, daß ſie wohl⸗ „habend genug ſind, und Arbeiter genug haben, mehr „zu beſtellen, und daß ihr bisheriger in vollkommne⸗ „ſter Beſaamung ſey. Dieſelben Grundſätze ſollte eine „Nation befolgen, und wenn die Regierungen nicht im „Stande ſind und nicht ſeyn dürſen, den Gebrauch, „den jeder von ſeinem Grund und Boden machen „ſoll, vorzuſchreiben, ſo ſollten ſie doch zu neuen „Aufbrüchen nicht aufmuntern, bis der alte Boden die „höchſtmögliche Cultur erhalten hat, und bis ein „vermehrtes Capital und Bevölkerung die mehrere „Arbeit völlig beſtreiten kann. Aber wie der Pächter, „ſo wie er ärmer wird, immer einen Platz nach dem „andern weiter aufzubrechen wünſcht, ſo iſt auch ei⸗ „ne Regierung, jemehr ſich ihre Umſtände verſchlim⸗ „mern, um deſto geneigter, die Hülfsquellen künfti⸗
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Ergänzungsband (1804) Albrecht Thaer's rhapsodische Bemerkungen zu B. Bell's Abhandlungen über den Ackerbau
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