Teil eines Werkes 
Ergänzungsband (1804) Albrecht Thaer's rhapsodische Bemerkungen zu B. Bell's Abhandlungen über den Ackerbau
Entstehung
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groß. Das National⸗Intereſſe ſey, die Quantität

dieſes Landes eher zuz verringern als zu vermehren,

weil das Capital und die Arbeit, die darauf verwandt werden könnte, noch zu klein dafür ſey. Drey Mil⸗ lionen Aecker ſeyn höchſtens auf eine meiſterhafte, energiſche Weiſe kultivirt, und dieſe producirten mehr, als alles übrige. Wenn ſtatt der drey Millionen nur ſieben Millionen auf gleiche Weiſe behandelt würden, ſo ſey die Nation aus aller Verlegenheit in Anſehung ihres Getreides, und werde noch einen beträchtlichen Ueberfluß zur Ausfuhr haben.

Wenn ein nach gewöhnlicher Art kultivirter Ak⸗ ker 17 Buſbel Ertrag gebe, ſo bringe ein in voll kommner hoher Cultur befindlicher b0 Buſhel bey⸗ nahe 25 Scheffel vom Magdeb. Morgen hervor. Dies ſey erwieſen und kein wahrer Ackersmann be⸗ zweifle es. Das in höchſter Cultur befindliche Land ſchlage überdem bey keiner Jahrswitterung fehl, da⸗ hingegen das gewöhnlich behandelte ganz dem Zufall der Witterüng überlaſſen ſey.

Auch meyrexe Engliſche Schrifiſteler, die über die Legislatur des Ackerbaues geſchrieben haben, be⸗ ſonders Michell, erklären ſich durchaus gegen den Aufbruch des wüſten Landes und die Theilung der Gemeinheiten. Der Ackerbau, ſagen ſie, habe zu we⸗ nig Capital und zu wenig arbeitende Hände; beydes vermindre ſich jährlich, indem ſie ihm von andern Ge⸗ werben entzogen würden, und die zu beackernde Flä⸗ che wolle man vermehren.Mit dem Pfluge ſagt