Teil eines Werkes 
Ergänzungsband (1804) Albrecht Thaer's rhapsodische Bemerkungen zu B. Bell's Abhandlungen über den Ackerbau
Entstehung
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und der Medizin, der ſeltnen Gelegenheit wegen, wo ſie ſich ohne Verletzung des Gewiſſens vornehmen laſ⸗ ſen, noch zu ſelten ſind und überdem der größte Theil der Landwirthe nur erndten, der größte Theil der Aerzte nur die Kranken hergeſtellt ſehen, nicht die Wiſ⸗ ſenſchaften durch Verſuche bereichern will; ſo würden beyde Wiſſenſchaften noch ſehr arm an Grundſätzen ſeyn, wenn man nur Thatſachen, durch ſolche Verſuche aus⸗ gemacht, dafür annähme. Es giebt aber eine gewiſſe Art zu denken und zu ſchließen, wodurch man von der ſcharfſinnigen Beobachtung einer großen Menge von Erſcheinungen endlich auf den Grund dieſer Er⸗ ſcheinungen, wo nicht mit völliger Gewißheit, doch mit einem ſehr hohen Grade von Wahrſcheinlichkeit hingeführt, wenigſtens in den Stand geſetzt wird, dieſe Erſcheinung unter gewiſſen Nebenbedingungen oft nach Geſallen bervorzubringen. Dieſe Art zu ſchließen ſucht die Aehnlichkeit auf, welche zwiſchen mehreren ihrer Gegenſtände Statt finden kann, und bemerkt wiederum ihre Verſchiedenheit. Sie verſucht, ob das, was Erfahrung bey dem einen gelehrt hat, auch bey dem andern zutreffe, und ſchließt daraus auf Aehnlichkeit oder Unähnlichkeit, erregt Muthma⸗ ßungen über die Wirkungsart der Mittel, die dieſes oder jenes Reſultat bewirkten, und vergleicht ſie mit denen, wovon ſie bey einer andern Gelegenheit Ge⸗ brauch gemacht hatte. Und ſo zeichnet ſie den Gang der fernern Beobachtung vor, die die erſten Verſuche berichtigen, zu anderen Anleitung geben und die Grenzen der Kunſt weiter hinausrücken ſoll. Dieſe