„Ein Buch, das auf dem Titelblatt die Nach⸗ „richt führt: aus dem Engliſchen oder Franzöſiſchen „überſetzt, wird ſchon mehr Abgang finden, als an⸗ „dere in der Materie mit mehrerer Gründlichkeit in „unſerer Mutterſprache geſchriebene“(Bey aller Deutſcher Originalität, womit unſere Schriftſteller prahlen, iſt dies noch immer der Geſchmack unſers Publikums).
„Dieſer Mißbrauch hat auf die von der Land⸗ „wirkhſchaft handelnden Werke vornämlich einen übeln „Einfluß. Das Publikum würde wenig verlieren, „wenn es der leberſetzung z. E. des Mill'’s entbeh⸗ „ren müſſen. Derowegen wäre zu wünſchen:
„I) Daß man in der Wahl derer zu überſetzenden „Werke recht ekel ſeyn möchte.“
„2) Daß Niemand eine Ueberſetzung übernähme, „als ein ſolcher, der nicht allein in beyden Spra⸗ „chen gleich geübt, ſondern auch in der Materie, „wovon gehandelt wird, völlig unterrichtet iſt.“
„,3) Daß ſodann der leberſetzer nicht ſowohl auf „die in der Urkunde gebrauchten Worte ſehe, ſon⸗
„dern wie er die Materie ſeinen Landsleuten auf
„die gründlichſte und begreiflichſte Art vortragen
„könne. Oder vielmehr
„4) Daß man ſich nicht beruhige, eine wörtliche „Ueberſetzung zu liefern, ſondern ſich vielmehr be⸗ „mühe, das Brauchbare in einem kurzen auf un⸗ „ſere Landesart gerichteten Auszug oder Nachah⸗
„mung zu bringen.“


