Teil eines Werkes 
[Erg.Bd.] (1806) Zusätze zum ersten Theile der ersten und zweyten Auflage
Entstehung
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Stoy⸗ Jweidet,

weshalb man in dieſer Jahreszeit die vorzuͤglichſte But⸗ ter macht. Mehrentheils geſchiehet das Abweiden mit getuͤddertem, oder mittelſt eines Seils an einen Pflock, der in die Erde geſchlagen worden, befeſtigtem Viehe. Der Saamen, den der Spergel in großer Menge giebt, wird mit heiſſem Waſſer angebruͤhet, uͤber Haͤckſel gege⸗ ben und fuͤr eine der kraͤftigſten Fuͤtterungen gehalten. Das abgedroſchene Stroh des Spergels ſchaͤtzt man dem Kleeheu wenigſtens gleich. In die feſtgetretene Sper⸗ gelſtoppel wird in dem Sandlande mehrentheils wieder Rocken geſaͤet, und daſſelbe auch zum drittenmale wie⸗ derholet.

Auf dem lehmigen Boden iſt ihre Fruchtfolge mehrentheils nach der Regel des Wechſels, und ſo, daß ſie der Braache, die man bey ihnen gar nicht an⸗ trifft, entbehren koͤnnen. Der Klee kommt in das Feld, welches durch die vorhergehende Frucht vorbe⸗ reitet war, ſo wie er ſelbſt dem Weitzen wieder zur Vorfrucht dienet. Ihre uͤbrigen Zwiſchenfruͤchte ſind hauptſaͤchlich Bohnen und Rapſaat, welche letztere haͤufig gepflanzt wird.

Duͤnger gewinnen ſie dadurch, daß ſie das Vieh, wo nicht ganz, doch 9 bis 10 Monate im Stalle hal⸗ ten, es ſehr reichlich, im Winter mit gebruͤhetem Fut⸗ ter naͤhren, und den Miſt auf verſchiedene Weiſe, aber ſehr ſorgfaͤltig, aufbewahren und zuſammenhalten, dann aber alles ſammeln und herbeyfahren, was ihn ver⸗ mehren kann. In den Heidegegenden iſt auch das Plag⸗ gen⸗ oder Poltenhauen und Einſtreuen gebraͤuchlich. Deſſenohnerachtet ſparen ſie keine Muͤhe und Koſten,