Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1806) Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft und ihrer neueren practischen und theoretischen Fortschritte. Bd. 1
Entstehung
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1. behackte Braachfruͤchte; 2. Gerſte mit unter⸗ geſaͤetem Klee und Raygras oder anderm Gras⸗ Saamen; 3. Klee zum Abfuttern; 4. Klee⸗ und Gras⸗Legde zur Weide; 5. Weitzen; 6.

Hafer.

Im Fruͤhjahre wird das Vieh auf die Weide⸗ koppel N. 4 gebracht, wo es, wegen des im May vorzuͤglich ſtark treibenden nahrhaften Raygraſes, reiche Weide hat. So wie die Weide nachlaͤßt, iſt der Klee auf N. 3 herangewachſen, der dann an⸗ gefahren, und dem Viehe in ſolchen Korbkrippen, wie im zwey und zwanzigſten Capitel beſchrieben ſind, oder auf leichten Hillen gegeben wird. Auf dieſem Futterungs⸗ und Milch⸗Platze wird Stroh angefahren, worauf ſich das Vieh, welches Tag und Nacht auf dieſer Weidekoppel bleibt, lagern und vorzuͤglich miſten wird. Wenn man will, kann man es ſelbſt an eingeſchlagene Pfoſten, welche durch die Hillen verbunden ſind, anbinden, und von dem Miſte hinter dem Viehſtande einen Wall aufwerfen, wodurch das Vieh mehr Schutz gegen rauhe Winde bekommt*). Wenn der Klee zwey⸗

*) Die Sache iſt im Schleswigſchen verſucht worden, aber es wollte nicht damit gehen, weil das an den freien Weidegang ſchon gewoͤhnte Vieh zu unruhig war. Man muß gleich im Fruͤhjahre damit anfangen, wenn das Vieh zuerſt aus dem Stall kommt, und ſolches in einem Verſchlage futtern. Noch beſſer iſt

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