— 656— Viehe auf dem Stalle oder auf dem Hofe gereichet
werde, iſt gleichguͤltig, und ich begreife dieſe Me⸗
thode mit unter dem Namen von Stallfutterung. Ich wuͤrde dieſe unter gewiſſen Verhaͤltniſſen ſelbſt vorziehen, doch nicht grade aus Beſorgniß fuͤr die Geſundheit des Viehes.
Die Koſten und Weitlaͤuftigkeiten, womit die erſte Einrichtung der Sommerfutterungs⸗Wirthſchaft
verbunden iſt, machen einen weit erheblichern Ein⸗
wurf und zuweilen ein wirkliches Hinderniß aus. Der gehoͤrig eingerichteten Staͤlle nicht zu gedenken, gehoͤren allerdings mehrere Menſchen und Spann⸗ werk dazu. Weil aber dieſe Koſten ſich reichlich verzinſen und nach etlichen Jahren erſetzt werden,
ſo kann es, als allgemein guͤltiger Einwurf, nicht
angeſehen werden.
Eine große Schwierigkeit liegt in der Wider⸗ ſpenſtigkeit und den Vorurtheilen des Geſindes, und beſonders der bisherigen Viehwaͤrter und Hirten. Wenn dieſe Leute nicht eine Ausnahme von der Regel machen, und ſich nicht die Ueberzeugung ih⸗ res Herren zu ihrer eigenen dienen laſſen, ſo muͤſ⸗ ſen ſie ſaͤmmtlich abgeſchaffet, ja wo moͤglich, ganz aus der Haushaltung und dem Orte entfernet wer⸗ den. Die Aufſicht muß man einem ſolchen Menſchen geben, der die Sache ſchon kennet, und von ihrer Nuͤtzlichkeit uͤberzeuget iſt.
Ohne eine gute Caſſe und recht feſten Willen zu haben, fange man alſo die Sache nie an. Als
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