Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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Die Pferde.

das richtig, daß ſtaͤrkeres Futter mit mehrerer Vorſicht gegeben werden muͤſſe, weil bei ſeiner Nahrhaftigkeit die Thiere ſich darin leichter uͤberfreſſen koͤnnen. So entſteht z. B. leicht Gefahr daraus, wenn bei angeſtrengter Erntearbeit die Knechte Gelegenheit finden, friſche Rockengar⸗ ben an die Seite zu ſchaffen, und ſie den Pferden im Uebermaaße zu geben; ein Verfahren, dem manche Wirthe ſogar als obſervanzmaͤßig durch die Finger ſehen. Auch erfordert die Fuͤt⸗ terung der ſchwereren Koͤrner durchaus die Zumengung eines feingeſchnittenen Haͤckſels, die bei dem Hafer allenfalls entbehrlich, wenn gleich immes zutraͤglich iſt. Damit die Pferde den Haͤck⸗ ſel unter den ſchwereren Koͤrnern nicht wegblaſen koͤnnen, ſo feuchtet man das Futter gern da⸗ bei an, und dieſes feuchte Futter, wenn es gleich mit Vorſicht gegeben, wohl unſchaͤdlich waͤre, wird doch leicht nachtheilig, wenn erhitzte Pferde begierig daruͤber herfallen, was insbeſondere manchmal geſchieht, wenn ſie ihr Futter nicht ausgefreſſen haben, und nun den Reſt beim zu⸗ Hauſe kommen noch in der Krippe finden. Angefeuchtetes Futter darf aber aus mehreren Ur⸗ ſachen nie in den Krippen bleiben. 3

Jedes Korn muß ſich ausgelegen haben, trocken und nicht dumpfig geworden ſeyn. Von dumpfig gewordenem Hafer entſtanden in gewiſſen Jahren toͤdtliche Seuchen unter den Pferden. Ausgewachſenes Korn, wenn es nur voͤllig trocken geworden, ehe es eingeſcheuert ward, und daher keinen dumpfigen Geruch hat, iſt den Pferden nicht ſchaͤdlich. Gemalztes Getreide, ins⸗ beſondere Gerſte dem Futter zu zugemengt, hat man beſonders wohlthaͤtig befunden.

Einige haben ein grobes Schroten des Getreides fuͤr die Pferde ſehr wirthſchaftlich ge⸗ funden, weil haͤufig ganze Koͤrner unverdaut abgehen. mag es dies allerdings ſeyn, das Schrot muß aber um ſo mehr mit vielem Haͤckſel gefuͤttert

Strohfütternng.

wenigen erhalten.

Wenn man ſelbſt eine Muͤhle hat, ſo

Das Schwingen und Ausſtaͤuben der Koͤrner darf nie verſaͤumt werden, wenn man ſie nicht, wie am ſicherſten iſt, kurz vor dem Ausmeſſen noch einmal uͤber die Staͤubemuͤhle hat gehen laſſen.

Der groͤßte Theil der Pferde erhaͤlt Heu neben dem Kornfutter, und einige Pferde wer⸗ den mit bloßem Heu ernaͤhrt.

Wo man das Heu von mageren, trocknen oder auch von ſauren Wieſen, und zugleich anderes von fetten, kraͤftigen Wieſen haben kann, da entſteht die Frage, welches man fuͤr die Pferde waͤhlen ſolle, und die Meinungen ſind daruͤber uneins. Es koͤmmt wohl darauf an, ob die Pferde das Heu nur als Nebenfutter bei mehreren Koͤrnern, oder als Hauptfutter bei In erſterem Falle wird man ihnen das magere und haͤrtere Heu am wirth⸗ ſchaftlichſten geben, in letzterem Falle wird ihnen aber das nahrhafte, fette Heu allerdings zu⸗ traͤglicher ſeyn.

Man kann durch Heu die Koͤrnerfuͤtterung allerdings erſetzen, aber uͤber das Verhaͤltniß, worin es geſchehen muß, und uͤber die Werthſchaftlichkeit ſind die Meinungen getheilt, und es laͤßt ſich daruͤber im Allgemeinen auch nichts beſtimmen. 2 Pfd. Heu ein Maͤßl. Hafer erſetzen, und daß ſie ſich alſo dem Gewichte nach verhalten, wie Das ſehr nahrhafte, von Niederungswieſen gewonnene, ſo wie auch das junge Klee⸗, Luzerne⸗ und Esparſette⸗Heu iſt ohne Zweifel kraͤftiger, und verhaͤlt ſich wohl wie 7: 3; das magere grobſtengliche aber muß wohl wie 9: 3 angenommen werden. merkt man, wenn das Koͤrnerfutter durch mehreres Heu erſetzt wird, daß die Pferde ſich im⸗ Fleiſche mehr aufnehmen, auch bei langſamer Arbeit ausdauernd ſind, Lau

Mehrentheils nimmt man an, daß

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Vierter