Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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ter haben faſt immer die ſtaͤrkſten Winterungsernten zur Folge gehabt.

Austritt aus dem Winter⸗

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Mais, ehe er friſche gruͤne Triebe zeigte.

weilen aber iſt es unmoͤglich. Waſſer einziehen werde, bevor die Pflanze Erſtickt wird; aber nicht wenn der Froſt tiefi in den Untergrund eingedrungen iſt.

Gerredearten. nichts. Auch dauerte es mit dem Rocken bis zu Ende Aprils, mit dem Weizen bis zu end

gedrungen, und zog allen Waͤrmeſtoff an, den die Atmoſphaͤre abſetzte. Dann aber trieben die Pflanzen ſchnell und kraͤftig wieder aus. Nur wo der Boden Riſſe bekommen hatte, in

welchen man das Bein zu brechen Gefahr lief, gab es Fehlſtellen, die ſich aber doch ziemlich

wieder ausglichen; und dann war der Rocken auf Sandruͤcken weg, wo er ſich nicht vor Win

ter beſtaudet hatte, der ſtrenge Oſtwind mit dem Sande ſpielte, und die Wurzeln voͤllig entbl loͤßte.

Unter einer Schneedecke haͤlt ſich die Saat freilich immer beſſer, beſonders wenn die Oberflaͤche, bevor der Schnee faͤllt, etwas erſtarrt iſt. Sie waͤchſt dann darunter fort, und die kurz zuvor eingebrachte kommt darunter heraus. Der Winterfroſt mag ſo ſtrenge und ſo anhaltend ſeyn, wie er wolle, ſo leidet die bedeckte Saat nicht dabei, und die ſtrengſten Win⸗ Gelinde und ſehr wechſelnde Winter ſind ihr auf feuchtem Boden gefaͤhrlicher; aber dieſe. Gefahr wird durch gute Abwaͤſſerung auch gehoben. Jedoch kann ſie es durchaus nicht ertragen, daß der Schnee zu⸗ ſammen gepreßt werde, und wo auf hohem Schnee ein Fahrweg oder Fußſteig daruͤber gemacht worden, gehet ſie größtentheils weg.

§. 21.

Weit gefährlicher, und die gefaͤhrlichſte unter allen, iſt die Periode des Aufgehens des Schnees und Froſtes fuͤr die Saat. Sie kann erſaͤuft werden, wenn der Schnee ſchnell mit

Regen aufgehet, das Waſſer in Keſſeln gar keinen Abzug hat oder die Graben von gefrornem

Schnee ſo voll ſind, daß man ſie nicht zum Zuge bringen kann. Hier rettet oft die groͤßte Thaͤtigkeit des Landwirths nur, wenn er mit allen Kraͤften den Abzug derruſelte ſucht; zu⸗ Auf durchlaſſendem Boden kann man zuweilen hoffen, daß das

Aber noch gefaͤhrlicher wird die Aufthouungsperiode der Saat, wenn es langſam und

wechſelnd damit geht; beim Sonnenſchein am Tage und Froſt in der Nacht, und um ſo mehr,

wenn dazwiſchen noch Schnee faͤllt, der bald von der Sonne weggeſchmolzen wird. Die oberſte

aufgethauete Erdlage wird vom Waſſer uͤberfuͤllt, welches des Froſtes wegen nicht tiefer einzie⸗

hen kann; es gefriert des Nachts, hebt die Erdrinde in die Hoͤhe und mit derſelben die Pflanze. Bei Tage thauet es wieder auf, die Erde ſenkt ſich wieder, aber die leichtere Pflanze bleibt her⸗ vorſtehend. In den folgenden Naͤchten und Tagen geſchiehet das wieder und die Pflanze iſt nun mit ihren Wurzeln ganz herausgehoben, und dieſe ſind auch wohl abgeriſſen, wenn der tiefere Froſt ihre Spitzen feſt hielt. nicht widerſtehen, jedoch eine ſtark beſtaudete beſſer als eine ſchwache. Die Gefahr iſt um ſo groͤßer, je poroͤſer der Boden iſt. Eine ſolche Thauzeit hatten wir im Maͤrz 1804, und das war die einzige Urſach des Mißwachſes und des Kormangels in dieſem ſonſt der Vegetation

guͤnſtigen Jahre.

Zweiſelhaſter Iuſtand im Frühjahre.

§. 22. M an wird im Fruͤhjahre, wenn die Saat ſich nicht deutlich oder zu duͤnne zeigt, icht zu ſehr beſorgt, daß ſie ganz oder doch zu viel ausgewintert ſey, um ein eintraͤgliches Frucht⸗ feld zu geben, und entſchließt ſich dann uͤbereilt zum Umpfluͤgen. In keinem Jahre ſind die Landwirthe, meines Gedenkens, ſo beſergt und ſo unentſchloſſen geweſen, was ſie dabei thun

Denn der Froſt war uͤber 3 Fuß tief in die Erde

Einer ſolchen Witterung kann auch die kraͤftigſte Saat

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