Getreidearten. 67
wuhn Nahrung und bringt keinen Rutzen, befoͤrdert aber im groͤßern Maaße das Verderben des nen ji Getreides, weshalb es moͤglichſt trocken gehalten werden muß. Die kuͤnſtliche und ſtaͤrkere he d. Austrocknung, wie ſie in den noͤrdlichen Oſtſeeiſchen Gegenden vermittelſt der Darrſcheuern ffe gebraͤuchlich iſt, bewirkt, daß ſich ſolches Getreide lange halten kann, insbeſondere wenn es 6 gen in großen Haufen aufgeſchuͤttet wird, in welchem es weniger Feuchtigkeit wieder anziehen ⸗Vhohe ds kann. Das ungedoͤrrte Getreide muß dagegen luftig und in flachen Lagern aufbewahrt und oft 8 umgeruͤhrt werden, damit die Feuchtigkeit, welche es natuͤrlich hat und immer wieder anzieht,
aiſieh verdunſten koͤnne. Es iſt nach verſchiedenen Bemerkungen glaublich, daß durch voͤllige Ab⸗ Täije, dim ſchneidung der atmoſphaͤriſchen Luft Getreide unverderblich gemacht werden koͤnne, jedoch muß
es vorher ohne Zweifel ſehr ausgetrocknet ſeyn. 1 aenegeſhitt Ddieſe Beſtandtheile ſind nicht nur in den verſchiedenen Getreidearten, ſondern auch in
3 7) derſelben Art quantitativiſch verſchieden. Jahres⸗-Witterung, Boden und Duͤngungsart,
Reifegrad, Ernte, bewirken dieſen Unterſchied. Das auf naſſem Boden und bei naſſer Wit⸗ terung gewachſene Getreide hat eine ſtaͤrkere Huͤlfe, und dem zufolge in gleichem Volumen ein
quantita⸗ eee.* uandi geringeres Gewicht. Aber auch die uͤbrigen Beſtandtheile koͤnnen, wie ſchon beim Kleber be⸗ 4 merkt worden, verſchieden ſeyn. Daher die Erfahrung, daß in einem Jahre das Getreide malein bei beſſer naͤhre wie im andern. 883 Menge und§. 17. 3 53 de Ddie Nahrhaftigkeit des Getreides ſtimmt zwar nicht voͤllig, aber doch ziemlich mit ſeinem Gewicht. zun her⸗ Gewichte uͤberein und weit mehr als mit ſeinem Volumen, weswegen es viel richtiger waͤre, 1 quns es nach ſeinem Gewichte als nach ſeinem Maaße zu kaufen, zu ſchaͤtzen und anzuwenden. Bei ie A der Branntweinbrennerei hat man dies endlich begriffen, und verſtaͤndige Brenner meiſchen 1 ien de nur nach dem Gewichte ein. 8 8„ Da man gewoͤhnlich nur Maahe und keine Waagen zur Hand hat, ſo ſind die klei 2 ahrſcheiniich Waagen, die man in Berlin ſehr genau verfertigt haben tain, ner bequem. enen Prohe rdern. Ein 4 die Dauer, Das Gewicht der Getreidearten ſchwankt per Berliner Scheffel: ae wird den beim Weizen zwiſchen..... 84 und 96 Pfd. aufgeſtelten beim Rocken zwiſchen... 76 ⸗ 36 ⸗ bei der zweizeiligen Gerſte zwiſche 65 ⸗ 84 ⸗ etreide bor⸗ bei der kleinen Gerſte zwiſchhn 53 ⸗70 ⸗ eil gebidet bei der Himmelsgerſte zwiſche 74 ⸗ 86 ⸗ Sie ſczein beim Hafer zwiſchen...... 42* 56 des Klebers 8. 18. üie nur 3 Der Ertrag der Getreidearten richtet ſich bei gleich fruchtbarer Jahreswitterung nach eetras. auten⸗ 4 der im Boden befindlichen Kraft; und nach Verhaͤltniß ihrer Maſſe und ihrer nahrungsfaͤhigen ene lh Theile, entziehen ſie wiederum dem Boden ſeine Kraft, indem ihr Wachsthum und ihre Koͤr⸗ tand alles nervermehrung zwar nicht allein, aber doch zu einem großen, noch nicht beſtimmbaren Theile, dopun durch die im Boden befindlichen vegetabiliſchen Nahrungsſtoffe bewirkt wird. edau. 5 22.. 3 dnra Man hat den Koͤrnerertrag der verſchiedenen Getreidearten in ganzen Provinzen und Laͤndern auszumitteln geſucht, allein die Data, woraus man die Durchſchnitte gezogen hat, 1A 3 das Ge ſind hoͤchſt truͤglich und geben folglich kein glaubwuͤrdiges Reſultat, koͤnnen aber noch weniger k,1 keine auf einzelne Faͤlle und beſondere Kulturarten ruͤckwaͤrts wieder angewandt werden. Nach den C W
Rh⸗ Vierter Theil.
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