Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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Die Saat. nen, ſcheint mir wegen Mangel an NRaum und Nahrung unmdoͤglich, ſie koͤnnten ſich wenig⸗ ſtens nicht beſtauden und mehrere Halme hervorbringen. Ich habe ſehr haͤufig bemerkt, daß

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bei Getreide, welches vorzuͤglich dicht in Aehren ſtand, ſich nur eben noch nicht lagerte, und

einen Ertrag gab, der den nach der Kraft des Bodens zu erwartenden weit uͤberwog, nicht

mehr als 5 bis 6 Pflanzen auf einen Quadratfuß ſtanden, und nach meinen Beobachtungen

muß ich einen ſo geraͤumigen Stand der Pflanzen fuͤr eine Bedingung des moͤglich hoͤchſten Er⸗ trages halten. heranwachſen. L

Da wir aber bei der gewoͤhnlichen Beſtellungsart eine gleichmoͤßige Vertheilung nicht bewirken, und noch weniger das Gedeihen jeder Pflanze erwarten koͤnnen, ſo duͤrfen wir uns bei unſerer Ausſaat nach dieſen an ſich richtigen Erſcheinungen nicht richten. Es bleibt rathſam

ſo dick auszuſaͤen, daß nicht leicht eine Stelle zu duͤnn befallen werde, und dann die noth⸗ wwWendige Verduͤnnung der Pflanzen, wo ſie zu dicht ſtehen, der Natur zu uͤberlaſſen, oder den Ueberfluß vielleicht in der Folge wegzunehmen. Da die allgemeine Erfahrung jenes Ausſaats⸗ maaß bei der gewoͤhnlich en Beſtellung als das ſicherſte beſtaͤtiget hat, und die Saaterſpa⸗

rer, ſo lange ſie dieſe nicht abaͤnderten, im Durchſchnitt nicht glücklich geweſen ſind, ſo ha

der Landwirth Gruͤnde genug, dabei zu beharren.

Wenn aber eine zweckmaͤßige Abaͤnderung gemacht wird, in der Art des Saͤens ſowohl, wodurch eine gleichmaͤßigere Vertheilung bewirkt wird, als in der Art des Unterbringens, wodurch man jedes Korn in ſeine rechte Lage bringt und ſein Gedeihen mehr ſichert; wenn zu⸗

gleich der Zuſtand des Ackers eine ſtarke Beſtaudung zuſagt; ſo kann, wie von ſelbſt einleuch⸗ tet, und wie unzaͤhlige Erfahrungen beſtaͤtigt haben, eine ſehr große Saaterſparung von mehr 4

als der Haͤlfte gemacht werden.

Eine geringere Saaterſparung, ſo daß man nicht mehr als 14 Metzen ausſaet, findet ſtatt, ſobald man nur einer guten Vertheilung, eines ziemlich vollſtaͤndigen Aufgehens und einer guten Beſtaudung ſicher iſt. Iſt das Gegentheil, ſo muß man uͤber das gewoͤhnliche Maaß hinausgehen.

Es wird alſo das Weniger oder Mehr der Ausſaat beſtimmt:

a) durch die Geſchicklichkeit des Saͤemanns, von welcher man eine mehr oder minder

gleichmaͤßige Vertheilung der Saat uͤber alle Stellen erwarten kann. b) Durch die Guͤte der Saat, ob ſie naͤmlich ſo ſey, daß von den bei weitem mehrſien Koͤrnern geſunde und ausdaurende Pflanzen erwartet werden duͤrfen.

c) Durch guͤnſtige oder unguͤnſtige Witterung zur Saatzeit, und den der Saat mehr

oder weniger angemeſſenen Feuchtigkeitszuſtand.

d) Durch die groͤßere oder geringere Gaarheit und Klarheit des Ackers, welche die

Keimung und Anwurzelung der Pflanzen mehr oder minder beguͤnſtigt. e) Durch die Kraft des Bodens und ſeine Angemeſſenheit fuͤr die Frucht, in ſo fern dieſe naͤmlich die ſtarke Beſtaudung und das Aufkommen der Pflanzen beguͤnſtigt.

f) Durch die fruͤhe oder ſpaͤte Saatzeit, indem naͤmlich jene die Beſtaudung der Pflan⸗

zeu erlaubt, bevor der Trieb zum Schoſſen, bei jeder Pflanze zu einer gewiſſen Jahrszeit, eintritt. im Julius um die Haͤlfte weniger als im Oktober einſaͤen darf.

Hiernach wird ſich der verſtaͤndige Landwirth bei der Verminderung oder Vermehrung ſeiner Ausſaat richten, unbekuͤmmert um die Streitfrage, ob man ſtarken Boden ſtark, und ſchwachen Boden ſchwach, oder umgekehrt beſaͤen muͤſſe.

Ein großer Theil der Pflanzen alſo wird ausgehen, wenn Linige kraͤftig genug

Dieſer Umſtand iſt von ſo großer Wichtigkeit, daß man z. B. vom Stauden⸗Rocken

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