Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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Unterbringung der Sgat, 2

der großen Gerſte viel.

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10 Die Saat.

ſicht nehmen. Er muß ſich vielmehr nach dem guͤnſtigſten Feuchtigkeits⸗ und Temperaturzu⸗ ſtande des Bodens fuͤr die ihm bekannte Natur einer jeden Fruchtart richten. Manche Saaten

lieben einen trocknern und waͤrmern Zuſtand des Bodens bei ihrer erſten Entwickelung, z. B.

Rocken, Gerſte, Buchweizen; andre einen feuchtern, wie Weizen und Hafer. Es iſt ſchon viel gewonnen, wenn der Zeitpunkt nur in dieſer Hinſicht getroffen wird, und man ſetzt mit

ter unguͤnſtigen in die Erde kam. beſonders guͤnſtig ſey: im Fruͤhjahre, wenn ſie mit Duͤnſten angefuͤllt iſt, die beſonders des Morgens fruͤh beim Sonnenaufgange am außerſten Horizonte die Erſcheinung einer wellenfoͤr⸗

migen Bewegung geben, ſo daß manchmal die hervorkommende Sonne, wie es das Volk Bei dieſer Erſcheinung verſpricht man ſich beſonders fuͤr die Ausſaat

nennt, zu tanzen ſcheint. Manche ſchreiben der Beruͤhrung der Saat vom Thau eine große Wirkung zu, und rathen zu dem Ende an, nur gegen Abend auszuſaͤen, und erſt am folgenden Morgen ſelbige unterzubringen, jedoch nur bei warmen Naͤchten. Sind noch Reife zu beſor⸗ gen, ſo ſoll man die Saat vor Abend bedecken.

Man findet von vielen durchaus angerathen, in der fuͤr jede Frucht beſtimmten Saatpe⸗ riode den fruͤhſten Zeitpunkt wahrzunehmen und mit der Beſtellung deshalb moͤglichſt zu eilen.

Eine zu allgemeine Ausdehnung dieſer Maxime iſt aber falſch und nachtheilig, wenn man da⸗ bei alle Ruͤckſicht auf den Zuſtand des Bodens und der Witterung vernachlaͤſſigt.

guͤnſtigen Zeitpunkt ergreifen koͤnne; dieſer aber muß dennoch abgewartet werden. Der Eng⸗ laͤnder ſagt gewiß ſehr richtig: You had better to be out of time than dut of temper

(ſeyd lieber außer der Zeit als außer der Temperatur). Am verderblichſten aber iſt es, wenn

man, um fruͤh zu ſaͤen, die gehoͤrige Vorbereitung vernachlaͤſſigt. Vormals ſpielte der Mond bei der Auswahl der Saatzeit eine große Rolle, und gewiſſe

Saamen mußten beim zunehmenden, andere beim abnehmenden Lichte in die Erde gebracht

werden. Man hatte die daruͤber angenommenen Regeln beinahe vergeſſen, wie neulich ein erfahrner und geſchickter amerikaniſcher Gaͤrtner nach ſeinen Erfahrungen die Meinungen hier⸗ uͤber wieder in Anregung brachte und mehrere Englaͤnder ihm darin beipflichteten. Ein Phyſiker will dem zu Folge die Wirkung des Mondes dadurch erklaͤren, daß den eben aufkeimenden

Pflanzen die ununterbrochene Reizung des Lichtes in mondhellen Raͤchten nachtheilig werden koͤnne, da wir wiſſen, daß allen Pflanzen in dieſem Zuſtande das Licht nicht vortheilhaft ſey Wir warten billig aber mehrere Beſtaͤtigungen durch genaue Beobachtungen und Verſuche ab,

bevor wir uns beſondere Ruͤckſicht darauf zu nehmen entſchließen.

§. 10.

Jeder Saame darf nur eine ihm angemeſſene Bedeckung mit Erde haben. ihn nicht zu ſtark, ſo liegt er allerdings in einer groͤßeren Vertiefung beſſer, weil er daſelbſt die noͤthige Feuchtigkeit ſindet und auch in ſeinen jungen Wurzeltrieben nicht zu verdorren oder von Erde entbloͤßt oder durch den Froſt herausgehoben zu werden Gefahr läͤuft. Aber eine zu ſtarke Bedeckung kann ſeine Keimung ganz verhindern, oder doch das Hervortreten ſeines Saamenblatts erſchweren und unterdruͤcken. Im allgemeinen kann man annehmen, daß, je

groͤßer die Saamenkoͤrner ſind, ſie eine deſto ſtaͤrkere Bedeckung ertragen; wogegen feine Saa⸗

men nur außerſt flach bedeckt werden duͤrfen.

Es iſt gew=iz in jedem Falle rathſam, alle Vorbereitungen moͤglichſt ſo einzurichten, daß man den erfſſen

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Recht weit groͤßere Hoffnung auf eine Saat, welche unter ſolchen guͤnſtigen Anſpicien, al unn Heeii

Man hat bemerkt, daß ein gewiſſer Luftzuſtand der Ausſaat

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