Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ünner Sianz und ich hohe lichte Sin⸗ dem alten u mehmen gut, der⸗ ahr alt wu en Saanege n Erinheun⸗

t, ſo ite bom Win⸗ zaatzeit in ꝛufbewah⸗ Nißwachs⸗ ſich gegen

Ulommenen

. Daſelbe e Korn von

eder locher lgen Koͤrner Ukommnere n zuruͤckge⸗

Jſchuͤttet, toͤrner mit rrichs und daß die werde.

em feuchten hleich auszu⸗ he von den nobeſondere Halle hoͤcht alle Feuch⸗ wuͤrde un⸗

in der Erde en gelingen, und

Die Saat. 9

und ſolche eingeweichte Saat einen Vorſprung vor anderer erlangen; allein der Vortheil wiegt nie die Gefahr auf, welche damit verbunden iſt, und dieſes Mittel iſt hoͤchſtens in ſolchen Faͤllen anzuwenden, wo man ſich mit der Saat verſpaͤtet hatte, und keine voͤllige Ausdoͤrrung des Bodens zu beſorgen iſt

S. 83.

Es ſind auch zur Befoͤrderung einer ſchnellen und kraͤftigen Keimung mehrere Einbei⸗ zungen oder ſogenannte Beſchwaͤngerungen der Saat empfohlen worden. Von denen, welche man zur Verhuͤtung des Brandes im Weizen und anderer Krankheiten anwendet, an einem andern Orte. Hier reden wir nur von denen, wodurch man die Vegetationskraft auf⸗ reizen und verſtaͤrken will. Man gebraucht dazu:

a) Miſtjauche oder Laugen aus Kalk, Aſche und Salz, und betrachtet ſie als wirkſame Duͤngungsmittel, die der jungen Pflanze eine vorzuͤgliche Nahrung in ihrer unmittelbaren Be⸗ ruͤhrung geben, folglich einen lebhaften Trieb, wodurch ſie beſonders dem Unkraute vorkommt, bewirken, auch ihre Kraft und Geſundheit, ſo daß ſie der Einwirkung ſchaͤdlicher Potenzen widerſtehen koͤnne, verſtaͤrken ſolle. Dieſe unmittelbar an den Saamen angebrachte Duͤn⸗ gungsmittel ſind aber der Theorie und unbefangener Erfahrung nach hierzu unvermoͤgend; denn die erſte Nahrung erhaͤlt das junge Pflaͤnzchen aus der Subſtanz ſeines Saamenkorns, und wenn es durch ſeine Wurzeln ſeine Nahrung einzuziehen anfaͤngt, ſo haben ſich dieſe ſchon

zu weit entfernt, um von dem Duͤngungsmittel, welches an der Huͤlfe des Saatkorns haftet,

Nutzen zu ziehen. Sie koͤnnen alſo nicht mehr bewirken, als wenn man ſie mit dem Boden vermiſchte, wo dann die angewandte Quantitaͤt zu unbedeutend ſeyn wuͤrde. 1 b) Sauerſtoffhaltige und ſelbſt ſaure Mittel: vorzuͤglich iſt opygeniſirte Salzſaͤure, Schwefelſaͤure, Mennig und andere Bleiopyde, Eiſenvitriol, Salpeter und Salpeterſaͤure, auch Arſenik dazu empfohlen worden. Man hat einige dieſer Mittel ſchon zu aͤlteren Zeiten und vor der neueren Entdeckung, daß der Sauerſtoff und die mit Sauerſtoff uͤberſaͤttigten und

ſolchen leicht abgebenden Materien die Keimkraft der Saamen lebhaft erweckten, empfohlen,

und durch dieſe Entdeckung iſt die Aufmerkſamkeit aufs neue darauf gerichtet worden. So unſtreitig aber die Wirkſamkeit des Sauerſtoffs zur Aufreizung des Keimes iſt, ſo haben doch genau angeſtellte Verſuche gezeigt, daß dieſe Ueberreizung des Keims und des jungen Pflaͤnz⸗

chens keinesweges von guten Folgen ſey, ſondern vielmehr der heranwachſenden Pflanze

Schwaͤchlichkeit und Kraͤnklichkeit zuziehe. Eine umſichtige Theorie begruͤndet alſo die Anwen⸗ dung dieſer Mittel nicht mehr, um ſo weniger, da es ſchwer ſeyn wuͤrde, das gerechte Maaß auszumitteln, und es im Großen, ſo daß es jedes Korn treffe, anzuwenden.

Man hat zwar auch den Rebenzweck dadurch erreichen wollen, Inſekten und Voͤgel ab⸗ zuhalten oder zu toͤdten, aber auch dies bewirken die gewoͤhnlichen Einbeizungen nicht, und die giftigen, beſonders die arſenikaliſche, in der Staͤrke anzuwenden, daß dieſer Zweck erreicht wuͤrde, waͤre ſehr gefaͤhrlich.

§. 9. Jede Frucht hat eine laͤngere oder kuͤrzere Periode, worin ſie ausgeſaͤet werden kann, um zu ihrer vollen Reife zu gelangen. Ihr Erfolg haͤngt ſehr oft von einem gluͤcklichen Tref⸗

Einbeizungen der Saat.

Saatzeit.

fen des guͤnſtigen Moments in dieſer Periode ab. Da dies aber Bezug auf die kuͤnftige Wit⸗

terung waͤhrend der Vegetationsperiode hat, ſo kann der Landwirth zuweilen, wohl mit Wahr⸗ ſcheinlichkeit, aber nie mit voͤlliger Sicherheit darauf bei der Auswahl dieſes Zeitpunkts Ruͤck⸗ Zweiter Theik. B ¹