Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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habe ich mit Erfolg geſaͤet.

Reinheit des Saamens.

Einquellen der Saat.

8 Die Saat.

gewoͤhnlichen Saat doch immer im Uebermaaße hervorkommen, ſo iſt ein zu duͤnner Stand

dennoch nicht zu beſorgen. Die Saat der Huͤlſenfruͤchte erhaͤlt ſich ſehr lange, und ich habe bei zehnjaͤhrigen Wicken durchaus kein Zuruͤckbleiben derſelben verſpuͤrt. Alle oͤlichte Saa⸗ men, wenn nicht Milben hineinkommen, halten ſich lange, und man giebt z. B. dem alten Leinſaamen einen entſchiedenen Vorzug, wogegen man jedoch friſchen Hanfſaamen zu nehmen empfiehlt. Der Kleeſaamen haͤlt ſich, meiner Beobachtung nach, zwei Jahre ſehr gut, ver⸗ liert im dritten und wied im vierten unbrauchbar. Spoͤrgelſaamen, der ſieben Jahr alt war,

verdiente aber durch Verſuche und durch Sammlung der bisher daruͤber gemachten Erfahrun⸗ gen genauer ausgemittelt zu werden. 6 88

Da faſt alle vollkommenere Koͤrner ſich wenigſtens ins zweite Jahr erhalten, ſo iſt es ohne Zweifel entſchieden vortheilhaft, einen uͤberjaͤhrigen Saatvorrath, beſonders vom Win⸗ tergetreide zu haben, weil man dadudch zur Wahrnehmung der vortheilhafteſten Saatzeit in Stand geſetzt wird. Es verſteht ſich jedoch, daß man ſie nicht von ſolchen Jahren aufbewah⸗ ren muͤſſe, wo das Getreide unvollkommen geblieben iſt. jahren vorjaͤhrige Saat liegen, ſo iſt der Vortheil um ſo groͤßer, und man kann ſich gegen andre gluͤcklich preiſen. 1 §. 6.

Eijne ooͤllige Reinigung der Saat von Unkrautsſaamen und auch von unvollkommenen

Koͤrnern iſt von großer Wichtigkeit. Man bewuͤrkt ſie:

a) Durch das Wurfeln, indem man nur den Vorſprung zur Saat abſondert. Daſſelbe wird durch eine gut eingerichtete Staube⸗ oder Putzmuͤhle, welche das ſchwerere Korn von dem leichtern und Unkrautsſaamen abſondert, bewuͤrkt.

b) Durch Siebe, deren man dann viele von allen Gradationen in der Weite der doͤcher haben muß. Unkrautsſaamen, die kleiner ſind wie die Saat, ſo wie die ſchmaͤchtigen Koͤrner der letztern werden durch Siebe abgeſondert, welche jene durchlaſſen, aber die vollkommnere

Saat zuruͤckhalten. Andre fremde Koͤrner, die groͤßer ſind wie die Saat, werden zuruͤckge⸗

halten in Sieben, welche die Saamenkoͤrner durchgehen laſſen. c) Durch das Schwemmen, indem man die Saat in ein ſie umruͤhrt und nun die oben ſchwimmenden fremdartigen Dinge und die leichten Koͤrner mit einem Durchſchlage abnimmt. Man kann hierdurch am beſten die Knoten des Hederichs und den Saamen der Wucherblume, ſo wie mehrere andere abſcheiden. Es verſteht ſich, daß die Saat ſo wie ſie aus dem Waſſer kommt, ſogleich duͤnn ausgebreitet und abgetrocknet werde.

(CS. 27. Hiermit iſt das Einquellen der Saat nicht zu verwechſeln, wo man ſie in einem feuchten Zuſtande erhaͤlt, um die Entwickelung des Keims zu befoͤrdern, und ſie hierauf ſogleich auszu⸗ ſaͤen, damit ſie dann um ſo geſchwinder hervorkomme.

Denn wenn nun eine fortdauernde Duͤrre dem hervorgelockten Keime alle Feuch⸗

bedenklich. und es wuͤrde un⸗

tigkeit entzogen hat, ſo muß derſelbe oder das junge Pflaͤnzchen verdorren, gleich beſſer geweſen ſeyn, wenn der Saamen ungekeimt bis zu eintretendem Regen in

und

Die Eigenthuͤmlichkeit eines jeden landwirthſchaftlichen Saamens

Hat man aber in ſolchen Mißwachs⸗

Kuͤben mit Waſſer ſchuͤtte,

Dieſe Operation, welche von den Gaͤrtnern laͤngſt angewendet worden, hat man auch den Ackerbauern empfohlen, insbeſondere wenn die Erde zur Saatzeit ſehr ausgedoͤrrt iſt. Sie iſt aber gerade in dieſem Falle hoͤchſt

der Erde geblieben waͤre. Tritt freilich Feuchtigkeit zu rechter Zeit ein, ſo kann dieſe Operation gelingen,

und ſolcheing nie die Griht ülln muvend W suuns iu!

Es ſind zungen oder ſo man zur Verh einem andern 9

Meeizen und verſ

12) Miſjar Duͤngunzemittel

Wmaiheung geben,

bewirken, auch widerſtehen kde gungsmittel ſi denn die erſte

und wenn es d

zu weit entfer⸗ Nutzen zu zieh vermiſchte, w b) Sa Schwefelſaͤur auch Arſenik und vor der n ſolchen leicht und durch die unſteeitig aber genau angeſtel dens keineswe Schwaͤchlichkei dung dieſet R. auszominteln, Man h ſuhalten oder die giftigen, vuͤrde, waͤre

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Ide um zu ihrer d fen des gingi rerung waͤhne ſheinlickei,

Zweite dh