6 Die Saat.
Bodens durch das Behacken zu bewirken ſucht, um die Pflanzen und mithin ihren Saamen zur hoͤchſten Vollkommenheit zu bringen.
gleichmaͤßigſte Reife des Saamens bewirken. zenart eigen waͤre, ſo wird eine Ausſonderung der voͤllig reifen Aehrenſo oder Saamenkapſel ſich immer verlohnen.
S6. 3.
Sorgfältige
dunſtung gebracht werden. Denn ſobald die Verderbniß, welche man das Dumpfig⸗ oder
verloren, und manchmal hat ſelbſt die junge Pflanze ein friſches Anſehn. nern Entwickelung in der Bluͤtezeit aͤußert ſich Schwaͤche und Krankheit, ſo daß die Bluͤte zum Theil ohne Befruchtung abfaͤllt und ſich wenig oder gar keine Koͤrner erzeugen; eine Erfahrung,
8 1 die ich ſehr entſchieden und mit großem Verluſte bei dumpfig gewordenem Hafer gemacht habe. Iſt auch der Erfolg bei einem geringeren Grade der Dumpfigkeit nicht ſo auffallend, ſo wird er doch immer bemerklich ſeyn, und in manchen Faͤllen, wo man ein halbes Dißrathen der Saat andern Urſachen zuſchrieb, lag wahrſcheinlich diele zum Grunde.
§. 4.
Eine oͤftere Verwechſelung und Erneuerung der Saat, beſonders verſchiedener Getreide⸗ Saamens; in arten, iſt von manchen als eine unumgaͤngliche Bedingung vollkommner Ernten angenommen egn ſie no; worden. Man hat die Vorzuͤge derſelben, beſonders in großen Wirthſchaften, wo alles fa⸗
brikmaͤßig betrieben werden muß, als ausgemacht anerkannt, und ihre Nothwendigkeit iſt
daſelbſt zum oͤkonomiſchen Glaubensartikel geworden. Allein meiner Ueberzeugung nach— 4 die ſich bisher, je mehrere Data ich daruͤber ſammelte und pruͤfte, mehr vergroͤßert als ver⸗ mindert hat— ruͤhrt der Vorzug fremder Saat nur daher, daß man die ſeinige nicht ſorgf faͤl⸗
tig genug auswaͤhlte und behandelte. Dies kann zuweilen in der Lokalitaͤt, in der Beſchaffen⸗
heit des Bodens und des Klimas liegen, die der vollkommenen Ausbildung einer Frucht nicht
guͤnſtig ſind, und in einem ſolchen Falle iſt es unvermeidlich. Oefterer aber leidet es der ganze
Betrieb der Wirthſchaft nicht, daß man auf die Auswahl und Behandlung der zum Saamen
beſtimmten Frucht die gehoͤrige Aufmerkſamkeit wende, und insbeſondere das in dieſer Hinſicht
2 immer nachtheilige Schwitzen vermeide. Man hat in allen Gegenden gewiſſe Diſtrikte und
Wirthſchaften, welche ſich durch ihre vorzuͤgliche Saat dieſer oder jener Frucht in vorzuͤglichen Ruf geſetzt haben, und ihren ſaͤmmtlichen Gewinn zu hoͤheren Preiſen als Ausſaat verkauften. Hier wird man aber theils einen dieſer Frucht beſonders angemeſſenen Boden, theils eine weit ſorgfaͤltigere Behandlung derſelben antreffen, und bei den Anbauern ſelbſt die Ueberzeugung
Wechſelung oder Erneuerung des
haben. Wo nun eins oder das andere fehlt, da kann allerdings eine Erneuerung der Saat ſie nicht; bin vielmehr uͤberzeugt, ſelbige geeigneten Boden hat, bei ſich ſelbſt zu immer hoͤherer Vollkommenheit bringen kome, ſo daß ſie dann jede fremde Saat uͤbertreffe.
Hierdurch wird man auch die vollſtaͤndigſte und Wenn aber eine ungleiche Reifung der Pflan⸗
Eben ſo wichtig aber iſt eine ſorgfaͤltige Aufbewahrung des Saamenkorns. Jede Feuo⸗ Aufbewahrung. tigkeit, die ihm ſowohl von Natur zu Anfange anhaͤngt oder in der Folge angeſogen wird, muß entfernt und durch düne Verbreitung und oft wiederholte Umruͤhrung ſchnell zur Ver⸗
Mulſtrigwerden nennt, und welche ſich durch den Geruch ſehr deutlich offenbart, in der Saat
entſtanden iſt, wird ihr Gebrauch wenigſtens hoͤchſt mißlich. Die Keimkraft geht nicht dabei Aber bei ihrer fer⸗
finden, daß ſie den Ruf ihrer Saat dem letztern eben ſo ſehr wie dem erſtern zu verdanken
auch mit betraͤchtlichen Koſten oͤkonomiſch rathſam ſeyn, aber fuͤr unbedingt noͤthig halte ich 3 daß man unvollkommnere Saat, wenn man anders fuͤr
S i ini darin feiih, aus eimn nild gunnkorn jed fee Toden, d
gtmoſphaͤre un nenkorns zu b welches letztere Boden ſo ſchwe hergiebt, ſod wird Weienſt Satt lefetn, u Es itt uͤbr Gefundheit und zenden forterde Misüch Vorſicht dabei zw ſehen, inde die gelbe Wuch man ſeine Sas ſehn, ſie von die Getſte un Ackerſenf, w in Niederung Einige andre verlierel ger erhalten, kommneren hie der Vorzug, w ſende eine h⸗
m Vollkomme
im Saamenke dieſer Hiniic ſehr lange eit denkl lichen Je dieben. Hi kung und alle ſ dange, do⸗ bejunden hab dorgezagen, ſind die mehr ilten ri 4


