Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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groͤßern g ſecke und ge⸗ iel rodu⸗ einzelne un⸗ v der Mnſch neh iber die in Sweiße düriniſe er⸗ ſo wi ſäne voͤhnen, wo einer Kuluur kultivirtes Antheil der auch jene weg. Und droduzenten verden muͤſ⸗ nſicht, wo t abgehen, m ſo weni⸗ verhsbetrieb

aher, wenn ſtellen ſuche, on an dieje⸗ ſelbige zwar genug, weil wie z. B. cher Prozeß r, ſondern

erch, wenn amens und gelegt hat. hervor, dem er Nahrung,

Baamenkeime

ung der Indi⸗ mehr bei de

Vegetabiliſche Produktion. Vegetabiliſche Produktion.

§. I. 4. Die urſpruͤngliche Entſtehung aller vollkommneren Pflanzen, welche hier nur in Betracht kommen, geſchiehet durch den Saamen, welcher duech den Zeugungsakt gebildet wird. In Anſehung des phyſiſchen Theils dieſer Lehre, den ich hier ſonſt mit Ruͤckſicht auf landwirth⸗ ſchaftliche Produktion ausfuͤhren wuͤrde, kann ich mich auf meines geliebten Schwiegerſohns, des Profeſſor Erome Handbuch der Naturgeſchichte fuͤr Landwirthe, ſo wie auch auf verſchie⸗ dene Fragmente meines ſeligen Freundes Einhof, welche ich im 7ten und 8ten Bande meiner Annalen des Ackerbaues habe abdrucken laſſen, beziehen; indem darin dieſe Lehre, ſo wie ſie dem denkenden Landwirthe angemeſſen iſt, und ganz nach meiner Anſicht der Sache, vorgetra⸗ gen worden. Ich gehe deßhalb ſogleich zum Praktiſchen uͤber. Die Produktion aus Saamen iſt nicht nur die urſpruͤngliche, ſondern auch die gewoͤhn⸗ liche, und ich werde daher im Allgemeinen nur von dieſer reden; der Produktion aus andern

Entſtehung aus Saamen.*

Keimen aber nur bei denjenigen einzelnen Pflanzen erwaͤhnen, wo ſelbige in Anwendung

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kommt.

§. 2. Bei jedem Saamenkorne kommt es auf eine vollſtaͤndige Ausbildung, Reife und geſunde

Erhaltung an.

Unvollſtaͤndig ausgebildete Saamen koͤnnen zwar Keimkraft haben, es liegt in ihnen aber immer eine Anlage zur Schwaͤche und Kraͤnklichkeit der Pflanze. Zwar kann dieſe Anlage durch guͤnſtige Umſtaͤnde, durch einen vorzuͤglich fuͤr die Pflanze geeigneten Boden und Witte⸗

rung uͤberwunden werden, und es koͤnnen aus einer unvollſtaͤndigen zuſammengeſchrumpften

Saat geſunde und ſtarke Fruͤchte hervorgehen; allein die Gefahr des Mißrathens bleibt immer groͤßer, und ſteht in keinem Verhaͤltniſſe mit der Erſparung, die ein Landwirth durch ſolche machen koͤnnte. Ich erinnere dieſes um ſo mehr, da der große engliſche Naturforſcher Banks bei Gelegenheit ſeiner Bemerkungen uͤber das Befallen des Getreides die uͤbereilte Behauptung aufſtellte, daß die eingeſchrumpften Koͤrner dieſes befallenen Getreides zwar wenig zu anderem Gebrauche, aber vollkommen zur Ausſaat geſchickt ſeyn, indem ſie ihre Keimkraft nicht verlo⸗

Vollſtändigkeit des Sagmens.

ren haͤtten. Dieſe Meinung des großen Mannes, welche vielen und ſchaͤdlichen Eindruck haͤtte

machen koͤnnen, iſt aber ſogleich von mehreren Landwirthen experimentaliſch widerlegt worden.

Und wenn gleich einige Landwirthe kleinere und ſchwaͤchere Koͤrner aus dem Grunde zur Ein⸗

ſaat empfohlen haben, weil deren mehrere in einem beſtimmten Maaße ſich befaͤnden, ſo ſind

doch alle aufmerkſamere Beobachter von den Vortheilen der moͤglichſt vollſtaͤndigen und groͤßten Koͤrner uͤberzeugt, und man hat nicht ſelten eine vorzuͤgliche und ausgezeichnete Saat dadurch erhalten, daß man durch Auswahl der vollkommenſten Aehren und Koͤrner ſich einen Stamm ſtaͤrkerer Pflanzen verſchaffte, und dieſen durch ſorgfaͤltigere Behandlung erhielt. Hierauf beruhen zum Theil die Vorzuͤge, welche man an auslaͤndiſchen Getreidearten bemerkt, ſo lange man ſie mit beſonderer Sorgfalt auch in Hinſicht der Saamenauswahl behandelt. Die zur Saat beſtimmte Frucht muß alſo gleich an einer ſolchen Stelle gewaͤhlt werden, wo ſie die vollkommenſte Ausbildung erhalten hat, und unter manchen Verhaͤltniſſen wird es ſich reich⸗ lich verlohnen, wenn man ſich ſeinen Saamen auf einem der Pflanzengattung vorzuͤglich ange⸗ meſſenen Felde mit beſonderer Sorgfalt erzieht, und auch waͤhrend der Begetationsperiode die Vertilgung des Unkrauts und die Vereinzelung der Pflanzen zugleich mit der Lockerung des

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