Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
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.. Sinbderirung.

Aber, wird man ſagen, die Natur hat doch an der Produktion einen weit groͤßern An⸗ theil wie an der Fabrikation? Freilich, wenn die Natur nur fuͤr beſchraͤnkte Zwecke und Be⸗ duͤrfniſſe produziren ſoll! Auf einem menſchenleeren Boden kann die Natur ſo viel produzi⸗ ren, daß die Sammlung der Fruͤchte und die Erlegung des Wildes zureicht, um einzelne um⸗ herſtreifende Horden zu ernaͤhren; aber faſt nur in jenen guͤnſtigen Klimaten, wo der Menſch urſpruͤnglich heimiſch zu ſeyn ſcheint. So wie er das Paradies verließ und ſich mehr uͤber die Erde verbreitete, mußte er mit Dornen und Diſteln kaͤmpfen, und ſein Brod im Schweiße ſeines Angeſichts eſſen, d. h. Arbeit und Kunſt auf die Produktion ſeiner Beduͤrfniſſe ver⸗ wenden.

er ſich ſelbſt anſiedelte. Und ſo wie ſeine Beduͤrfniſſe mit ſeiner Vermehrung und ſeiner Kultur

ſtiegen, ward immer mehrere Kunſt und Arbeit noͤthig, ſo daß gegenwaͤrtig bei den kultivirte⸗

ren Nationen der Antheil der letzteren an der erzeugten Produktenmaſſe gegen den Antheil der Natur gewiß nicht geringer iſt, wie bei den meiſten Fabrikaten. Und ſo mit faͤllt auch jene Behauptung vom groͤßeren Antheile der Kunſt bei der Fabrikation von ſelbſt weg. Und deßhalb werden, ſo wie die Produktion im Maſſe und Werthe ſteigt, fuͤr den Produzenten dieſelben Geſetze und Regeln eintreten, die bei dem Fabrikationsweſen beobachtet werden muͤſ⸗ ſen. Ich kann daher von meiner einſt dargeſtellten, aber manchen befremdenden Anſicht, wo

ich den Grund und Boden als das rohe Material des Landwirths betrachtete, nicht abgehen,

wenn das Ackerbau⸗ und Fabrikgewerbe mit einander verglichen werden ſollen, um ſo weni⸗ ger, da mir dieſe Anſicht fruchtbar an den wichtigſten Folgerungen fuͤr den Gewerbobetrieb und die Nationalwirthſchaft duͤnkt.

Man kommt dem Scheidungspunkte zwiſchen Fabrikation und Produktion naͤher, wenn

man ihn darin ſetzt, daß jene durch Kunſt und Arbeit die Form darſtelle oder darzuſtellen ſuche, willkuͤrlich nach der Idee, die ſie davon gefaßt hat; daß dagegen die Produktion an dieje⸗

nigen Formen gebunden ſey, welche die Natur einmal beſtimmt hat; daß ſie ſelbige zwar

auswaͤhlen, aber nie abaͤndern koͤnne. Allein auch dies iſt noch nicht beſtimmt genug, weil

naͤmlich gewiſſe Fabrikationen ſich ebenfalls nach den Naturformen richten muͤſſen, wie z. B.

die Salzfabrikation, und uͤberhaupt alle, wobei eine Kryſtalliſation oder chemiſcher Prozeß eintritt, und welche auch nur modifizirt werden koͤnnen, nicht ganz von der Willkuͤr, ſondern groͤßtentheils von den Wirkungen der Natur abhangen.

Am richtigſten beſtimmt man den Unterſchied in phyſiſcher Hinſicht wohl dadurch, wenn

man ſagt: die Produktion bediene ſich zur Bildung ihrer Produkte nur des Saamens und Keimes, und ſey durchaus an die Formen gebunden, welche die Natur darin gelegt hat. Denn jedes Produkt, vegetabiliſches und thieriſches, geht allein aus dem Keime hervor, dem

aber die guͤnſtige Gelegenheit zu ſeiner Entwickelung, und das Material zu ſeiner Nahrung,

Wachsthum und Vollendung mehrentheils durch die Kunſt gegeben werden muß.

Ganz unthaͤtig verhaͤlt ſich indeſſen auch die Kunſt bei der Bildung der im Saamenkeime

ſiegenden Form nicht, indem ſie dieſe durch die willkuͤrlich veranſtaltete Begattung der Indi⸗

viduen von verſchiedenen Arten und Racen abzuaͤndern vermag; welches indeſſen mehr bei der

thieeiche als begetabiliſchen Produktion in Anwendung kommt.

Aus jenen guͤnſtigen Klimaten mußte er die nahrhafteren Kornarten ſo wie ſeine Hausthiere mitnehmen, und mit Sorgfalt und Kunſt ſie an die neue Heimath gewoͤhnen, wo

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machen koͤnne Md wenn gle ſant empſehle doch alle auf Koͤrner uͤber erhalten, d faäͤrkerer deruhen zun man ſie mit Sant deſtim vollkonmenſt lich dailohnen meſenen e Nertigung!