Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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Kultur der Weiden.

Weiden und Hutungen.

§. 377.

Bei der Kultur der Weiden kommt hauptſaͤchlich folgendes in Betracht;

Sie muͤſſen abgewaͤſſert werden, wenn irgendwo ſtauendes Waſſer ſie ſumpfig macht, weil ſol⸗ che ſumpfige Stellen einer jeden Viehart, hauptſaͤchlich aber den Schaafen, zum Verderben gereichen koͤnne. Graͤben, Waſſerfaͤnge und Waſſerfurchen muͤſſen auch auf Weiden, es ſeyen beſtaͤndige oder wechſelnde, offen gehalten werden. 1

Ebnung und Vertilgung der Maulwurfshuͤgel iſt fuͤr ihre hoͤhere Benutzung ſehr wichtig.

Auf die Vertilgung ſchaͤdlicher, giftiger oder auch nur den Raum wegnehmender Unkraͤuter muß geachtet werden. Insbeſondere vermehren ſich die Diſteln am ſtaͤrkſten auf fruchtbaren Weiden, weil das Vieh ſie nicht anruͤhrt und ihr Saamen zur Reife kommt. Das Vieh laͤßt nicht nur dieſe Diſteln ſelbſt, ſondern auch das unter ihnen hervorkommende Gras ſtehen, und man ſindet, daß Weiden da⸗ mit gaͤnzlich uͤberzogen und folglich wenig nutzbar werden. Die Huͤlfe iſt leicht, wenn man nur von Zeit zu Zeit und beſonders in ihrer Bluͤthe den Anger mit der Senſe uͤbergeht, und ſie abhaut. Wenn dieſes wiederholt geſchieht, ſo gehen ſie aus; auch werden ſie vom Viehe gefreſſen, wenn ſie, an der Erde liegend, welk geworden ſind. Auf gleiche Weiſe vertilgt man die Wolfsmilch, das Bilſenkraut und mehrere andere ſchaͤdliche Gewaͤchſe.* 4

Endlich iſt die Verbreitung des Weideduͤngers dem Anger hoͤchſt vortheilhaft, wogegen er, wenn er in Klumpen liegen bleibt, im erſten Jahre das Gras ganz unterdruͤckt, und in dem folgenden Geil⸗ hoͤrſte macht, die das Vieh ohne Noth nicht anruͤhrt. Gehoͤrig ausgeſtreut befoͤrdert er dagegen ei⸗ nen gleichmaͤßigen Graswuchs, und ſein dem Viehe anekelnder Geruch verliert ſich bald. Man er⸗ laubt oft dem Hirten, dieſen Weideduͤnger zuſammen zu ſchlagen und zu verkaufen, um nur die Weide

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davon zu befreien, entzieht aber dadurch dem Anger, was ihm gebuͤhrt, und macht ihn kraftloſer fuͤr

die Folge. 4§. 378. Richtiger Be⸗ Ferner kommt es bei der Benutzung der Weiden auf einen angemeſſenen Viehbetrieb an. Ein ſan der Keiden. uͤbermaͤßiger Beſatz der Weiden zerſtoͤrt die Vegetation und laͤßt die Pflanzen zu keiner Entwickelung kommen; das Vieh frißt die Wurzeln ſelbſt aus der Erde heraus. Auf der anderen Seite iſt es aber auch gewiß, daß eine Weide zu ſchwach beſetzt werden koͤnne, und daß ſich dadurch ihr Ertrag und ihre Benutzung vermindere, und ſie wirklich in der Folge an Kraft abnehme. Es ſchlagen dann man⸗ che Pflanzen auf, die das Vieh in ihrem aͤtteren Zuſtande nicht frißt. Sie erſtarken dadurch und ver⸗ mehren ſich; das feine und vorzuͤgliche Weidegras vergeht. Auch fehlt bei einem zu ſchwachen Beſa⸗ tze der Weideduͤnger, den der Anger ſonſt erhalten wuͤrde. 1 Aus gleicher Urſach duͤrfen die Weiden weder zu fruͤh noch zu ſpaͤt betrieben werden.

Es iſt ohne Zweifel den Weiden vortheilhafter, wenn man das Vieh von Zeit zu Zeit von einem Platze wegnimmt und das Gras wieder hervortreiben läßt. Man theilt deshalb bei den vollkommen⸗ ſten Weidewirthſchaften das Weideland in Schlaͤge, bringt auf jeden Schlag dasjenige Vieh zuerſt, melches man am kraͤftigſten naͤhren will, und laßt dieſem einen andern Stapel folgen, der ſich mit wenigerem begnuͤgen ſoll. Hierdurch bewirkt man ein vollkommenes Rein⸗ und Niederfreſſen des Gra⸗ ſes, ſo daß auch die vom Viehe minder geliebten Pflanzen nicht ſtehen bleiben. Dann aber giebt man dem Graſe gehoͤrige Zeit zum Wiederwachſen, und bringt dann den erſten Stapel wieder auf.

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3§. 379. 3 Die Folge, die Verbindung oder Abſonderung der verſchiedenen Vieharten auf den Weiden rich⸗

Folge der Vieh⸗ tet ſich nach den Lokalverhaͤltniſſen. Haͤu⸗

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