Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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§S. 375.

3) Die Bergweiden haben mehrentheils ein ſehr nahrhaftes, aromatſcches und beſonders die Die erzwei 5

Milch⸗Abſonderung befoͤrderndes Weidegras. Sie ſind daher vorzuͤglich den Milchkuͤhen gewidmet, die dann waͤhrend des Sommers, oft in betraͤchtlicher Entfernung vom Wirthſchaftshofe, Tag und

Nacht daſelbſt verweilen, und nur bei herannahendem Winter wieder zu Hauſe kommen. Hierher ge⸗

hoͤrt insbeſondere die beruͤhmte Schweizeriſche und Tyroliſche Alpenweide.

Andere ſteile, dem Pfluge und dem Wagen unzugaͤngliche Anhoͤhen, deren Gras zwar dicht aber nicht ſtark iſt, werden am vortheithafteſten mit Schaafen benutzt. Um einer ſolchen Weide die

Kraft zu erhalten, muß man ihr auch den naͤchtlichen Pferch der Schaafe laſſen. Mit demſeihen ver⸗

beſſert ſe ſich immer, ohne ſolchen aber nimmt ſie ab und wird bemooſet.

5. 376. Andere beſtäͤndige Weiden, deren Boden zum Ackerbau geſchickt und ſicher waͤre, ändet man als privatives Eigenthum jetzt nur ſelten, weil man ihre vortheilhaftere Benutzung als beſtaͤndiges oder wechſelndes Ackerland laͤngſt eingeſehen hat. Diejenigen Weideaͤnger und Lehden, welche man noch antrifft, ſind gewoͤhnlich Kommunen, oder es ruhen auf ihnen doch Servitute, die eine andere

Benutzung verhindern. Dieſe Gemeinweiden beſinden ſich gewoͤhnlich in dem elendeſten Zuſtande, weeil jeder ſie moͤglichſt benutzen, aber keiner auf ihre Kultur etwas verwenden will. Sie werden, be⸗

ſonders wenn ſie bequem und nahe liegen, uͤbermaͤßig, unzeitig mit allerlei Vieh durcheinander, oder doch nicht in gehoͤriger Folge betrieben, und gewaͤhren folglich dem Viehe oft nur eine Abtrift und kei⸗

ne Nahrung. Bei der Anerkennung des geringen Nutzens iſt man nun ſchon ſeit langer Zeit darauf verfallen, ſie foͤrmlich zu theilen, oder es hat doch ein Intereſſent gegen gleiche Verguͤnſtigung dem

anderen nachgeſehen, wenn er ſich einen Theil davon zueignete und umbrach. Auch hat ſich die Grund; herrſchaft in einigen Faͤllen der Landesherr, in anderen der Grundherr das Recht zugeeignet, 8

ſolchen Grund und Boden neuen Anſiedlern auszuweiſen. Und ſo haben ſich dieſe Gemeinweiden ſeit mehreren hundert Jahren ebenfalls betraͤchtlich vermindert. So vortheilhaft dies der Ackerkultur im Allgemeinen zu ſeyn ſcheint, ſo hat es doch keinen Zweifel, daß die Verminderung dieſer Viehweiden dem Ackerertrage bei ſonſt unveraͤndertem Wirthſchaftsſyſteme geſchadet habe, und daß vormals die gewoͤhnlichen Wirthſchaften beſfer beſtehen konnten, wie jetzt.

Neuere Erfahrungen, die man uͤber den Erfolg der Theilung der kommunen Weideaͤnger ge⸗ macht hat, beſtaͤtigen dies; wenn naͤmlich mit derſelben keine neue Einrichtung in Anſehung der Acker⸗ laͤnderei und der ganzen Wirthſchaftsart getroffen wurde. Jeder brach nun ſeinen erhaltenen Antheil

um, und nahm die Fruͤchte davon, die derſelbe aus ſeiner natuͤrlichen Kraft tragen konnte, bis dieſe erſchoͤpft war. Der erweiterte Ackerbau haͤtte mehreren Duͤnger verlangt, aber dieſer hatte ſich nur

um ſo ſtaͤrker vermindert, da man die verlorne Weide auf eine andere Art nicht erſetzt hatte. Die Wirthſchaft und der Ertrag das Ganzen ſank alſo um ſo tiefer herunter, je ausgedehnter der Ackerbau

geworden war. Es hat alſo große Bedenklichkeiten, einen gemeinen Weideanger allein zu theilen, ohne damit eine Theilung des ganzen Areals, Aufhebung beſchraͤnkender Servitute und eine neue, auf

Dreeſchweide oder Stallfutterung begruͤndete Wirthſchaftseinrichtung zu verbinden. Soll und kann letzteres nicht geſchehen, ſo iſt es fuͤr den Wohlſtand der Gemeinden ohne Zweifel beſſer, den Weide⸗ anger als ſolchen beizubehalten, aber Einrichtungen zu treffen, wodurch ſeine Kultur als Welde beför⸗ dert, und ſeine moͤglich hoͤchſte und regelmaͤßige Denuuna geſichert wird.

Weiden und Hutungen. 175

den.

Kommune Weideaͤnger.